Kleists: SCHWARZ/WEISS. Die Verlobung in St. Domingo

Von 28. Januar 2022 bis 05. März 2022 In Kalender speichern

Ort: Theater Willy Praml Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland

neue Termine: 26. bis 28. März und 09. April 2021 -> Termine können sich weiter verschieben! Bitte auf der u.a. Website schauen!

Es ist die Zeit, da die Schwarzen die Weißen erschlagen.
Die Zeit des Entweder-Oder.
Die Zeit der Vereindeutigung der Welt.
Schwarz ist dem Weiß ein Feind - Weiß hasst das Schwarz.
Die Erzählung fängt an mit einem Schuss, den der befreite Sklave Congo Hoango seinem guten Herrn in den Kopf jagt und endet mit der weißen Hirnmasse, die sich ein junger Schweizer aus dem Kopf schießt und die an die Wand der Behausung der schwarzen Babekan spritzt.
Alles ist unversöhnlich bei Kleist.
KÜSSE, SCHÜSSE, DAS REIMT SICH!
In der Zeit des Aufstandes erfindet Kleist eine Liebesgeschichte, eine unglückselige natürlich, in der ein schwarzes Mädchen darum betet, weiß zu werden, um dem jungen Schweizer zu gefallen. Und der Schweizer träumt davon, das geliebte schwarze Mädchen, möge sich in seine verstorbene weiße Geliebte verwandeln.
NICHTS geht. NEVERLAND! (wie die Traumfarm von Michael Jackson hieß).
Selbst die Liebe vermag NICHTS.

Die Hochzeit ist der Tod.
Und doch: im letzten Absatz der Erzählung bietet Kleist ein Trostpflaster - erfindet einen Herrn Strömli, der den toten Liebenden ein Grab-Denkmal in seinem Schweizer Garten errichtet.
Keine heile Welt am Ende, aber eine heilende.
HEAL THE WORLD!

www.theaterwillypraml.de

2022-01-28 00:00:00
2022-03-05 13:07:55