Transit
2015 - 2018


Nach »Phänomen Expressionismus« (2009-2012) und »Impuls Romantik« (2012-2015) ist »Transit« (2015-2018) der dritte vom Kulturfonds initiierte Themenschwerpunkt. Ausgehend von Frankfurt-Rhein-Main als Transitregion wurde der Begriff in den letzten Monaten inhaltlich erarbeitet: Insgesamt rund 80 Kulturschaffende in wechselnden Zusammensetzungen besuchten die Auftaktveranstaltung und fünf Workshops zum Thema »Transit«.

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Der Begriff Transit ist einerseits eng mit der Frankfurt-Rhein-Main-Region und ihren kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Besonderheiten verbunden, lässt aber andererseits auch Raum für die Entwicklung vielfältiger künstlerischer Projekte. Und er strahlt in mehrere Richtungen aus: in eine philosophische, eine theologische eine soziologische, eine kulturgeografische, eine migrationspolitische, eine urbanistische, eine kunstästhetische, eine medientheoretische...die Reihe der Disziplinen ließe sich beliebig fortsetzen. Idealerweise bilden diese Zugangsweisen die Basis für eine künstlerische Ausformung in Form von Projekten in allen Sparten. Eine besondere Rolle spielen dabei bildliche Transiträume, Orte, an denen Transitsituationen real stattfinden, in Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Flüssen. Transit kann sich aber auch auf verschiedenen Ebenen entfalten: zwischen Mensch und Natur, Mensch und Maschine, Stadt und Land, zwischen den Medien, den Künsten und den künstlerischen Techniken.

Nach einer Gesprächsrunde Anfang 2014 haben Kulturschaffende aus Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet die thematische Vorgabe im Lauf des Jahres in gemeinsamen Veranstaltungen weiter entwickelt. Basis dafür waren Impulsvorträge von fünf herausragenden Wissenschaftler/innen. Ausgangspunkt ist das Spannungsfeld zwischen Verortung und Verortungsverzicht, Zuwanderung oder Vertreibung, die allgemeine polare Dimensionen der menschlichen Existenz ebenso bestimmen wie der künstlerischen Produktion (Tilman Allert). Migrationsbewegungen, die das gesellschaftliche Leben nicht nur in Deutschland bestimmen, müssen konsequenterweise adäquate multiperspektivische Narrationen von Kultur nach sich ziehen (Mark Terkessidis). Modelle des „Trans“ im Sinne eines technischen „Darüber hinaus“ am menschlichen Körper bildet eine besondere Ausformung des Transitorischen (Karin Harrasser). Entgrenzungsbewegungen zwischen den Künsten und zwischen Kunst und Nicht-Kunst eine weitere (Juliane Rebentisch). Künstlerische Projekt im urbanen oder regionalen Raum können die Schnittstelle zur Sozialarbeit berühren und werden damit transdiziplinär (Gesa Ziemer).

 

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