02. April bis 25. Juni 2023,
Kronberg im Taunus, Museum Kronberger Malerkolonie

Capri, die kleine Insel im Mittelmeer, übte schon immer einen besonderen Reiz aus. Bereits in der Antike ließ sich Kaiser Tiberius hier einen prunkvollen Palast erbauen. Nach seinem Tod 37 n. Chr. zerstörten mehrere Erdbeben Teile des riesigen Palastes und die Insel geriet etwas in Vergessenheit. Im 19. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt und zum Ziel wohlhabender Individualisten und Kunstschaffenden aus aller Welt. Besonders deutsche Künstler, Schriftsteller und Maler fanden in Italien ihre romantischen Sehnsüchte erfüllt. Die »Italienische Reise« (erschienen 1813/17) von Johann Wolfgang von Goethe verstärkte diese Entwicklung. Die liebliche Amalfiküste und der Golf von Neapel mit seinen Inseln begeisterten namhafte Künstler wie Leo von Klenze, Oswald Achenbach, Carl Morgenstern, Max Haushofer oder Josef Rebell. Die Insel wurde zunehmend bekannt und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stürmten aus ganz Europa vor allem Landschaftsmaler nach Capri. Besonders deutsche und italienische Maler aus Rom und Neapel zog es hierher. Sie alle wussten die Schönheiten der Natur und die Liebenswürdigkeit der Einwohner zu schätzen. Auf Capri konnten die Künstler ein freies Leben führen. Mit der Ausstellung wird in der Gemäldegalerie Dachau und im Museum Kronberger Malerkolonie die Begeisterung für die kleine Insel anhand von rund 80 Werken wieder lebendig.

www.kronberger-malerkolonie.de


Foto Projekte&Archiv: (c) Abb. Paul von Spaun, Die Faraglioni mit Kakteen, Öl/Lw., 133 x 107 cm, Privatbesitz