02. bis 15. Mai 2022,
Frankfurt und Rhein Main


Im Mittelpunkt des 13. Jahres steht vom 2. bis 15. Mai 2022 der Roman »Nach Mitternacht« von Irmgard Keun (Claassen Verlag). Bei den vielfältigen Veranstaltungsformaten sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen ihre Stadt aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und zu erleben.

Frankfurt, 1936: Menschenmassen strömen auf den Opernplatz und warten auf den Besuch Hitlers. Mittendrin und doch abseits verfolgt die 19-jährige Susanne das Geschehen. Seit ihrer Flucht aus Köln wartet sie auf ein Lebenszeichen von ihrem Verlobten Franz, doch plötzlich taucht Franz aus dem Nichts vor ihr auf. Er wurde an die Gestapo verraten und muss nun fliehen. Susanne muss sich entscheiden: Soll sie ihre Heimat verlassen, um mit Franz zu gehen?

48 Stunden schildert Irmgard Keun durch die Augen ihrer Erzählerin den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Mit genauer Beobachtungsgabe und scharfem Humor beschreibt sie die Erlebnisse, Gespräche und Widersprüchlichkeiten verschiedenster Menschen in dieser Zeit.

Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, ging 1936 sie ins Exil und kehrte vier Jahre später mit falschen Papieren nach Deutschland zurück, wo sie unerkannt lebte. Ihre Romane wurden erst Ende der Siebzigerjahre von einem breiten Publikum wiederentdeckt, dazu zählt auch »Nach Mitternacht«, 1937 in den Niederlanden und seit 1980 im Claassen Verlag publiziert.

Irmgard Keun starb 1982.

www.frankfurt-liest-ein-buch.de


Foto Projekte&Archiv): (c) Frankfurt liest ein Buch e.V.