NACHTGESÄNGE - EIN LESUNGSKONZERT MIT PETRA LUISE KÄMPFER

Beginnt am 18. Februar 2020 | 13:08 In Kalender speichern

Friedrich Hölderlins Werk wurde trotz der außerordentlichen Musikalität seiner Sprache im 19. Jahrhundert erstaunlich selten vertont. Immerhin greift Johannes Brahms in seinem Spätwerk Hyperions Schicksalslied auf. Umso mehr widmeten sich die Komponisten des 20. Jahrhunderts der Lyrik Hölderlins, wenn auch zuweilen in fragmentarischer Form. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen die ›Nachtgesänge‹, die um die Jahrhundertwende entstanden und 1805 im Jahrbuch des Frankfurter Verlegers Friedrich Wilmans erschienen. Sie lassen sich musikalisch sowohl in Beethovens ›Andante favori‹ als auch in Robert Schumanns ›Nachtstücken‹ Op 23, in welchen Schumann seine erste Lebenskrise verarbeitete, spiegeln. Auch Hölderlin erlebte nach dem Tod Susette Gontards eine schwere Krise, die er zunächst in schöpferischer Produktivität und mit Hilfe seines Homburger Freundes Isaac von Sinclair überwinden konnte. Peter Ruzicka setzt sich in seinem aktuellen Werk stark mit Hölderlin auseinander. ›Parergon‹, die sechs Skizzen zu Hölderlin sind nur ein Beispiel. Die späten Klavierstücke Op 117 von Johannes Brahms, die in lyrischer Form um das Thema Liebe und Tod kreisen, runden das Programm ab.

EINTRITT 10 EURO, ERM. 8 EURO

2020-02-18 13:08:10
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