Salonoper: Die Herzogin von Guise

Von 30. September 2017 bis 30. September 2017 In Kalender speichern

Ort: Comoedienhaus Wilhelmsbad Parkpromenade 1, 63454 Hanau, Deutschland

Kategorien: Musik/Konzert

Oper in zwei Akten von Carlo Coccia (1782-1873), Libretto von Felice Romani Nach dem Drama „Heinrich III. und sein Hof“ von Alexandre Dumas père Zeitgenössische und Deutsche Erstaufführung der Originalfassung von 1833

In italienischer Sprache

Produktion: Virtuosi ambulanti e.V. – München In Zusammenarbeit mit: Kulturkommunikation Karl-Werner Joerg – Friedrichsdorf, Mainzer Virtuosi, Casalmaggiore International Music Festival

Unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein

30.09.2017, Premiere im Comoedienhaus Wilhelmsbad, Hanau,  14.10.2017, Erlöserkirche, Bad Homburg              

    

Eine Belcanto-Oper, nach über 180 Jahren weltweit erstmals wieder in ihrer originalen Fassung: ein Füllhorn musikalischer Juwelen und ein Fest des „Schönen Gesangs“!

Das Werk ist von flammender Aktualität – ein Aufschrei gegen die Verrohung des zwischenmenschlichen Umgangs in einem Alltag fortschreitender politischer und religiöser Radikalisierung: Der französische König setzt auf Versöhnung zwischen Katholiken und protestantischen Hugenotten. Der Herzog von Guise, ein katholischer Fanatiker bekämpft die liberale Politik mit allen Mitteln: Ein alptraumhafter Krimi gipfelt in einem historisch verbürgten Mord – in diesem religiös und politisch verkommenen Umfeld greifen die blutigen Mechanismen von Hass und Repression erneut und erbarmungslos ineinander. Darum wird Hessen im 16. und 17. Jahrhundert zum hoffnungsvollen Fluchtpunkt und Transitraum hugenottischer Flüchtlinge.

Mit dem Scharfblick seiner Zeit gestaltet Alexandre Dumas aus den Ereignissen um diesen Mord ein faszinierendes Historienbild von schonungsloser Aktualität. Felice Romani macht daraus einen Psycho-Krimi und Carlo Coccia krönt ihn mit einer emotionellen Musik, die hart am Puls der Gegenwart schlägt.

Mit der Unterstützung des KFFRM wurde Carlo Coccia bereits 2014 von I Virtuosi ambulanti in Hanau und Bad Homburg für das deutsche Musikleben neu erschlossen. Jetzt kehrt er mit diesem Meisterwerk an die Orte seiner Wiederentdeckung zurück.

Nach ihrer triumphalen Uraufführung in Mailand wird „Die Herzogin von Guise“ auch in kleinsten italienischen Theatern nachgespielt: „I Virtuosi ambulanti“ präsentieren die Oper daher in einer Orchestrierung, die sich am Vorbild der fahrenden Operntruppe August Pichlers inspiriert: Viele seiner historischen Kammer-Instrumentalbearbeitungen sind bis heute erhalten. Die Produktion ist nach dem Prinzip einer „Accademia“ konzipiert: Junge Künstler, Studierende und Schüler sammeln an der Seite von international tätigen Profis Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft. Auch mit von der Partie sind Schüler aus hessischen Musikschulen.

Weitere Infos: www.virtuosi-ambulanti.de 

 


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