31. August bis 4. September 2011
Romanfabrik (verschiedene Orte in Frankfurt am Main und Darmstadt)


In der Mitte des europäischen Kontinents, in Frankfurt und der Rhein-Main-Region, stellt die Romanfabrik im Sommer 2011 Autoren aus Metropolen und Megalopolen der Welt und ihre Werke vor. Sie lesen in verschiedenen Kultureinrichtungen und repräsentativen Häusern der Städte Frankfurt und Darmstadt, aber auch in Schulen, präsentieren dort literarisch ihre Stadt, bieten ihre Motive, Topoi, Handlungs- und Erzählmuster dar: Es geht um die erzählte Stadt.

Frankfurt und die Rhein-Main-Region als deutsche Metropolregion und als wichtigen Ort der zeitgenössischen Literatur: Diese Kombination aufzuzeigen, ist eines der Anliegen des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der dieses Festival und dessen Erweiterung von Frankfurt in die Region ermöglicht.

Begründet ist dies durch die dichte Ballung von Großstädten mit Frankfurt im Zentrum, aber auch durch den Flughafen, einem der größten Verkehrsknotenpunkte Europas, der Europäischen Zentralbank als Zentrum der europäischen Finanzwelt. Vor allem aber dank der Buchmesse ist es die Buchmetropole der Welt.

In den Metropolen, in den Megalopolen wie Rio de Janeiro oder Kairo gar, schlägt der Zukunftstakt der Gesellschaft. Da die Kunst der wissenschaftlichen Beschreibung und Erkenntnis immer vorausgeht, gilt dies ebenso für die schöne Literatur, die Wortkunst. In den vorzustellenden Romanen stecken Erfahrungen und Erkenntnisse, die für alle Bürger, auch für Stadtplaner und Politiker, von Bedeutung sind.

  • José Eduardo Agualusa, © Foto: Jordi Burch
    José Eduardo Agualusa, © Foto: Jordi Burch
  • Michael Greenberg, © Foto: Marion Ettlinger
    Michael Greenberg, © Foto: Marion Ettlinger
  • Fernando Molica, © Foto: Edition Nautilus
    Fernando Molica, © Foto: Edition Nautilus
  • Eduardo Mendoza, © Foto: Jerry Bauer
    Eduardo Mendoza, © Foto: Jerry Bauer

Eine literarische Welterfahrung
Schriftsteller, die ihre Stadt erzählen und beschreiben, reflektieren ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Werk. Leser und Hörer begegnen der Vielfalt der Nationalkultur und -kulturen tiefer und intensiver, als bereisten sie die Stadt als Tourist oder Geschäftsmann. Denn in die Literatur fließen alle Quellen einer Kultur zusammen und in den einzelnen Werken findet sich, dank der Sprache, auch immer das Ganze der Kultur – wenn es sich um gute Literatur handelt. Somit sind Zweck und Ziel dieser Reihe bestimmt, nämlich fremde Städte und ihre Kulturen mittels der sinnlich-intellektuellen Qualität erzählerischer Literatur zu erfahren.

So werden nach dem erfolgreichen Probelauf im Juni 2009 mit sechs Autoren aus New York, Johannesburg, Barcelona, Bombay, Istanbul und Paris im Sommer 2011 sechs Autoren aus Weltmetropolen fünf Tage in der Rhein-Main-Region ihre Werke präsentieren: New York, Paris, Luanda, Kairo, Rio de Janeiro und Barcelona.

Zudem wird es Gesprächsrunden mit Teilnehmern aus dem Kreise von Architekten, Soziologen und Stadtplanern geben (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum/Frankfurt und der TU Darmstadt/Institut für Soziologie – Prof. Dr. Martina Löw).

Partner in Darmstadt ist das Literaturhaus Darmstadt und seine Leiterin Adrienne Schneider.
Eine Festivalidee der Romanfabrik.