23. Juni bis 04. September 2020,
Darmstadt

Achtung: Aufgrund der gegenwärtigen Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wird die Publikums-Präsentation des Vorhabens mit Vorträgen und Filmabend am 4. September 2020 durchgeführt. Zu diesem Anlass wird auch die bis dahin fertiggestellte Publikation vorgestellt.
Der für den Zeitraum vom 23. Juni bis 6. Juli geplante Ablauf des Projektes wird den dann aktuellen Regeln zur sozialen Distanzierung angepasst.


Viele Debatten um Gesichtserkennung konzentrieren sich auf die rasant wachsenden technischen Möglichkeiten und die daraus entstehenden Probleme der Regulierung dieser Technik.
In der interdisziplinären Recherche „Hiding Faces“ untersuchen die Philosophin Maria Kronfeldner und der Künstler Lukas Einsele die andere Seite, die kulturelle, anthropologische und damit ethische Dimension des Gesichts und damit des Zeigens und Verbergens des Gesichts.
Was macht es mit uns, wenn wir immer mehr von automatischen bzw. autonomen Verfahren zur Gesichtserkennung und -aufzeichnung umgeben sind? Wie verändern wir nicht nur unser Selbstverständnis sondern auch unser Verhalten? Wann (und warum) fangen wir an, unser Gesicht zu verbergen? Was ist Verschleierung? Welche Geschichte hat sie?
Ihr philosophisches Forschen wird Kronfeldner als wachsende Installation nachvollziehbar machen. Mit einem Laserscanner beobachtet Einsele Besucher der Installation und untersucht deren dreidimensionale Gesichtsbilder auf ihre Lückenhaftigkeit.


"Hiding faces/ Eine Geschichte der Verschleierung" ist Teil einer umfassenderen Forschungskooperation zwischen der Philosophin Prof. Dr. Maria Kronfeldner (Central European University, Budapest/Wien) und dem Künstler Lukas Einsele („One Step Beyond – The Mine Revisited“) in Form eines Research Retreats bzw. künstlicher-philosophischer Intervention. Das Vorhaben orientiert sich an einem historisch-epistemologischen Diskurs, der sich als Erweiterung eines ansonsten meist politisch-gesellschaftlich diskutierten Zeitphänomens versteht.

www.kultur-digitalstadt.de

Fotos (Projekte&Archiv und Slider): © Lukas Einsele