Skulpturen in Bad Homburg und Frankfurt RheinMain
22. Mai bis 3. Oktober 2011
Bad Homburg, Darmstadt, Eschborn, Frankfurt am Main


Die Skulpturenausstellung „Blickachsen“ bringt in diesem Jahr wieder einige der interessantesten Werke internationaler Gegenwartsskulptur in die denkmalgeschützten historischen Parklandschaften der Stadt Bad Homburg – und gleichzeitig an drei weitere Ausstellungsorte in der Region.

In dieser Weiträumigkeit möglich macht der Kulturfonds Frankfurt RheinMain das Kunsthighlight im öffentlichen Raum. Im Auftrag des Kulturfonds wird die traditionsreiche Ausstellung „Blickachsen“, die seit 1997 alle zwei Jahre in Bad Homburg stattfindet, auf vier Städte ausgeweitet. „Blickachsen 8“ versammeln vom 22. Mai bis 3. Oktober 2011 Außenraumskulpturen und Installationen am zentralen Standort im Bad Homburger Kur- und Schlosspark sowie in Darmstadt, Eschborn und Frankfurt am Main.

  • M. Abakanowicz „Tean Seated Figures“, 2011, Frankfurt am Main, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler
    M. Abakanowicz „Tean Seated Figures“, 2011, Frankfurt am Main, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler
  • B. Venet „Two Indeterminate Lines“, 2010, Frankfurt am Main, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler
    B. Venet „Two Indeterminate Lines“, 2010, Frankfurt am Main, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler
  • Venske & Spänle „Gumpfot Weißer Riese“, 2010, Bad Homburg, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler
    Venske & Spänle „Gumpfot Weißer Riese“, 2010, Bad Homburg, © Foto: Galerie Scheffel, Bad Homburg, und Künstler

Professor Dr. Herbert Beck, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain erläutert: „Die ‚Blickachsen’ gehören zum Besten, was wir in Deutschland in puncto Skulpturen im Freien haben. Zu fördern, dass solche Spitzenpositionen noch stärker wahrgenommen werden, ist eine unserer wesentlichen Aufgaben – zum Kunstgenuss der vielen Besucherinnen und Besucher aus nah und fern. Wir sind sicher: sie werden begeistert sein.“

Über die Hälfte der rund 65 Werke von insgesamt 25 an der Skulpturenschau beteiligten Künstlerinnen und Künstlern verlängert mit umfangreichen Ausstellungsteilen symbolisch die Blickachsen in die Region. Darunter befinden sich berühmte Namen aus Europa und Übersee.

Unter dem Titel „Blickachsen 8 RheinMain“ werden in der Kunsthalle Darmstadt sowie in der Stadtkirche neue Werke des Briten David Nash gezeigt. In Eschborn stehen im Camp-Phönix-Park Arbeiten von Nigel Hall, der ebenfalls in England beheimatet ist. Dietrich Klinge aus Heiligenstadt ist im Skulpturenpark Niederhöchstadt vertreten.

In Frankfurt werden 25 Großskulpturen von der Polin Magdalena Abakanowicz, dem Japaner Masayuki Koorida und dem Franzosen Bernar Venet auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ausgestellt – und eine Venet-Arbeit auf dem Campus Riedberg.

Im Lennéschen Kurpark Bad Homburgs und in dessen landgräflichem Schlosspark sind insgesamt 36 großformatige Skulpturen und Installationen ganz unterschiedlicher künstlerischer Strömungen zu sehen. Durch ihre besonnene Platzierung wird der Blick des Betrachters und des Spaziergängers zugleich auch auf die Topografie und die meisterhafte Gestaltung der Landschaftsgärten gelenkt. Ihren Namen – und zugleich ihr Programm – verdankt die Reihe den im historischen Homburger Kurpark angelegten Blickachsen des Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné.

Die sorgsame Wahl der Standorte für die Werke nimmt diese Idee der Blicklenkung auf und erzeugt weitere Blickachsen: Die Kunstwerke kommunizieren miteinander und mit ihrer natürlichen und architektonischen Umgebung und es ergeben sich in vielerlei Hinsicht neue, überraschende Perspektiven und Ansichten. Zusätzlich unterstreichen die unterschiedlichen Lichtverhältnisse im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zwischen Mai und Oktober dieses Erlebnis des Perspektivenwechsels.

Es gehört zum erfolgreichen Konzept der „Blickachsen“, dass ihr Gründer Christian K. Scheffel alle zwei Jahre ein anderes Partnermuseum für die gemeinsame Gestaltung der Ausstellung gewinnen kann. So sind die vergangenen „Blickachsen“ zuletzt mit dem US-amerikanischen Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park, davor mit dem britischen Yorkshire Sculpture Park, der Fondation Beyeler bei Basel, der Kunsthalle Mannheim, der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum und dem Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl entstanden. Die diesjährige Auswahl der Werke von 22 internationalen Künstler/innen hat Christian Scheffel zusammen mit Jan Teeuwisse, dem Direktor des angesehenen niederländischen Museums Beelden aan Zee getroffen.