Februar bis Juni 2019,
Romanfabrik Frankfurt

Betrachtet man das Verhältnis von Musik und Sprache, stellt man fest, dass die Sprache selbst schon aus Musik besteht. Schon ein einziges Wort hat einen Klang, enthält unterschiedliche Tonhöhen und hat einen natürlichen Rhythmus, sogar innerhalb einer Silbe. Im Falle eines Verses, eines Gedichts gar, entfaltet sich der ganze musikalische Reichtum einer natürlichen Sprache. Wenn nun Komponisten sich daran setzen, einen schon geformten sprachlichen Ausdruck in Musik zu setzen, für den Gesang zu komponieren, weckt dieses Vorgehen unsere größte Neugier.

In seiner aktuellen Reihe möchte sich die Romanfabrik dem Lied widmen. Hier kommt es im Idealfall zu einer innigen Verbindung und Durchdringung von poetischer Sprache und Musik. Im Zentrum steht die menschliche Stimme, die schon beim Sprechen eines Gedichts melodische Bögen und Rhythmen hören lässt. Hinzu treten instrumentale Partien, die durch Harmonisierung und rhythmische Begleitung die vokale Linie in einen musikalischen Bedeutungszusammenhang stellen und sie dadurch deuten und beleuchten.
Um diese Spur zu verfolgen, ist jedes der fünf Konzerte Vertonungen von Texten in einer anderen Sprache gewidmet. Für das Programm wurden Kompositionen ausgewählt, die eine Singstimme mit mehreren Instrumenten kombinieren (keine reinen Klavierlieder). So lässt sich die Vielfalt der Wechselwirkungen zwischen Sprache und Musik bis in die Instrumentalstimmen und deren Charakteristik hinein erfahrbar machen.

Programm:

Samstag, 9. Februar 2019 / 20.00 Uhr
Junge Deutsche Philharmonie
Englische Lieder von Benjamin Britten (1913–1976), Igor Strawinsky (1882–1971), Henry Purcell (1659–1695) und Ralph Vaughan Williams (1872–1958)

Ausführende: Jessica Poppe (Mezzosopran), Florian Löffler (Tenor), Ensemble der Jungen Deutschen Philharmonie

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

 

Samstag, 16. März 2019 / 20.00 Uhr
Mutare Ensemble
Russische Lieder von Modest Mussorgsky (1839–1881), Igor Strawinsky (1882–1971) und Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch (1906–1975)

Ausführende: Johanna Greulich (Stimme), Thaddeus Watson (Flöte), Bettina Link (Harfe), Christopher Brandt (Gitarre), Klaus Dreier (Klavier), Johannes Blumenröther (Violine), Susanne Müller-Hornbach (Violoncello)

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

 

Samstag, 6. April 2019 / 20.00 Uhr
Mutare Ensemble
Französische Lieder von Frank Martin (1890–1974), Maurice Ravel (1875–1937) und Francis Poulenc (1899–1963)

Ausführende: Martha Jordan (Gesang), Florian Conze (Gesang), Dirk Peppel (Flöte), Nora Gudrun Spitz (Oboe), Ulrich Mehlhart (Klarinette), Karl Ventulett (Fagott), German Marstatt (Trompete), Klaus Dreier (Klavier), Max Gärtner (Schlagzeug), Nicolai Bernstein (Violine), Klaus Opitz (Viola), Bernhard Spranger (Violoncello)

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

 

Freitag, 17. Mai 2019 / 20.00 Uhr
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Italienische Lieder von Luigi Dallapiccola (1904–1975), Luigi Nono (1924–1990) und Salvatore Sciarrino (*1947)

Ausführende:  Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
Leitung: Prof. Günther Albers

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

 

Freitag, 14. Juni 2019 / 20.00 Uhr
Mutare Ensemble
Deutsche Lieder von Gerhard Müller-Hornbach (*1951) und Othmar Schoeck (1868–1957)

Ausführende: Thilo Dahlmann (Bariton), Gerda Sperlich (Horn), Klaus Dreier (Klavier), Johannes Blumenröther und Nicolai Bernstein (Violine), Wolf Attula (Viola), Susanne Müller-Hornbach (Violoncello)

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

 

Foto (Projekte&Archiv): © Mutare Ensemble