Weltpremiere der restaurierten Fassung der Murnau-Stiftung
12. Februar 2010
Alte Oper Frankfurt, Opernplatz 1, Frankfurt am Main und Friedrichstadtpalast Berlin


Fritz Langs monumentaler Stummfilm „Metropolis“ ist nicht nur ein Klassiker expressionistischer Filmkunst. Er gilt als wichtigstes Werk der deutschen Filmgeschichte und wurde als erster Film in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen.

„Metropolis 27/10“ in der Alten Oper Frankfurt, Foto: Wolfgang Günzel

Wenige Monate nach seiner Uraufführung im Januar 1927 war „Metropolis“ stark gekürzt worden. Etwa ein Viertel des Films blieb trotz weltweiter Recherchen unauffindbar. Es war eine Sensation, als 2008 im kleinen Museo del Cine in Buenos Aires etwa 25 Minuten der verschollenen Szenen entdeckt wurden. Diese befanden sich allerdings in einem furchtbaren Zustand. Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden übernahm in Kooperation mit ZDF und Arte die Restaurierung und Rekonstruktion, bei der die Originalmusik von Gottfried Huppertz eine entscheidende Rolle spielte.

Angesichts der nahezu vollständig restaurierten Fassung von „Metropolis“, die Schlüsselszenen verständlicher macht und dem visionären Film seine Seele zurückgibt, war das Premierenpublikum in der ausverkauften Frankfurter Alten Oper fasziniert und bewegt. Wesentlichen Anteil daran hatte auch das begleitende Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Helmut Imig. Zeitgleich wurde „Metropolis“ im Rahmen der Filmfestspiele im Berliner Friedrichstadtpalast gezeigt und auf Arte übertragen.