8. Februar bis 21. Mai 2018,
Städel-Museum, Frankfurt am Main

Kaum ein anderer Künstler hat die europäische Barockmalerei so geprägt wie Peter Paul Rubens (1577–1640). Ein wenig bekannter Aspekt in Rubens’ Schaffen betrifft seinen Umgang mit Werken anderer Künstler. In besonders freier Weise nutzte er sie als Inspirationsquellen für eigene Gemälde und machte sich den fremden Formenschatz in einem kreativen Prozess der Anverwandlung und Neuinterpretation zu eigen. Diese Transformationsprozesse sind Thema der groß angelegten Ausstellung, die das Städel Museum im Frühjahr 2018 in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien präsentiert. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau den wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus. Neben antiken Originalskulpturen aus Marmor und Bronze werden auch Gemälde und Grafiken sowie Skulpturen von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.

 
Foto (Startseite): Peter Paul Rubens, Ecce Homo, um 1612, The State Hermitage Museum, St. Petersburg 2018 © The State Hermitage Museum, St. Petersburg 2018

Foto (Projekte & Archiv): Peter Paul Rubens, Venus und Cupido, um 1606/11, Madrid, Museo Thyssen-Bornemisza © Madrid, Museo Thyssen-Bornemisza 2018