13. Februar 2011
Uraufführung, Institut Mathildenhöhe, Ausstellungsgebäude, Darmstadt


Zum Abschluss der Ausstellung „Gesamtkunstwerk Expressionismus“ auf der Mathildenhöhe Darmstadt präsentieren hr2-kultur und das Institut Mathildenhöhe die Lichtenstein-Performance „Kuno Kohns Capriccio“. Das musikalische Dramolett nach Texten des expressionistischen Dichters Alfred Lichtenstein hat der Komponist Hermann Kretzschmar verfasst.

Die Uraufführung in den Ausstellungsräumen der Mathildenhöhe Darmstadt ist Teil des großen Kooperationsprojekts „Phänomen Expressionismus“, das der Kulturfonds Frankfurt RheinMain initiiert und finanziell ermöglicht hat.

In der Darmstädter Inszenierung sind die Schauspieler Lars Rudolph (Kuno Kohn), Sandra Bayrhammer (Ilka Leipke), Bernd Michael Lade (Max Mechenmal) und Christian Redl als Erzähler zu erleben. Außerdem spielen die Musiker Sabine Akiko Ahrendt (Violine), Jan-Filip Tupa (Violoncello), Lluïsa Espigolé (Klavier), Klaus Burger (Tuba) und Frank Gratkowski (Bassklarinette). Regie führt Leonhard Koppelmann.

  • Lars Rudolf verkörpert Kuno Kohns, © Foto: hr / Gerald von Forris
    Lars Rudolf verkörpert Kuno Kohns, © Foto: hr / Gerald von Forris
  • Hermann Kretzschmar, © Foto: hr / Sascha Rheker
    Hermann Kretzschmar, © Foto: hr / Sascha Rheker
  • Leonhard Koppelmann, © Foto: hr / Manfred Roth
    Leonhard Koppelmann, © Foto: hr / Manfred Roth

„Kuno Kohns Capriccio“ spielt in Berlin kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. In modernen Songs, Couplets, Liedern und Szenen wird die Geschichte des Dichters Kuno Kohn, Lichtensteins Alter Ego, erzählt. Alfred Lichtenstein, 1889 in Berlin geboren, fiel mit 25 Jahren als Soldat im Ersten Weltkrieg. Thema seiner Gedichte und Prosatexte ist die Großstadt-Bohème.

Hermann Kretzschmar ist Mitglied des Frankfurter Ensemble Modern. Er komponiert Kammermusik mit Elektronik sowie Radiohörstücke. Gemeinsam mit Leonhard Koppelmann hat er unter anderem die zehnteilige Hörspielfassung von „Doktor Faustus“ nach Thomas Mann (hr/BR 2007) realisiert.