01. Juni bis 01. Oktober 2017,
Museum für Angewandte Kunst

Das Museum Angewandte Kunst blickt mit SUR/FACE hinter glatte Oberflächen. Einst kostbares Kleinod, umgibt uns der Spiegel heute tausendfach. Er lenkt oder irritiert den Blick, öffnet Illusionsräume, deutet ins Endlose oder schafft ideale Symmetrien – stets in Korrespondenz mit dem sich in ihm spiegelnden Individuum. Seit dem späten 20. Jahrhundert hat die glatte, reflektierende Oberfläche besondere Konjunktur. Auch die Kunst arbeitet seit etwa 20 Jahren zunehmend mit spiegelnden Effekten. Die Ausstellung reflektiert die Gegenwart anhand des Glatten in der aktuellen Gestaltung: Wie lässt sich die hohe Präsenz spiegelnder Flächen als dominante Materialität in unserem Alltag deuten? Was sagt sie über uns als Gesellschaft aus? Und was macht die allgegenwärtige Spiegelerfahrung mit uns?

 

Foto (Startseite und Projekte & Archiv): Spiegelsessel, Hommage á Phillip Johnson, Klaus Schmidhuber, Deutschland 1978, © Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main