Film, Kunst, Literatur, Theater, Tanz und Architektur 1905–1925. Ausstellung und Filme
24. Oktober 2010 bis 13. Februar 2011
Institut Mathildenhöhe, Olbrichweg 13, Darmstadt


Ob Egon Schiele als Doppelbegabung im Wien nach 1900 oder das Gesamtkunstwerk Leben im Berliner Atelier von Ernst-Ludwig Kirchner. Ob Paul Hindemiths Frankfurter Oper „Mörder, Hoffnung der Frauen“ als exemplarisches Bühnenkunstwerk nach Oskar Kokoschka oder die Ganzkörpermasken der Tänzerin Lavinia Schulz, die auf den Hamburger Künstlerfesten der 1920er Jahre Furore machten: Der Expressionismus hat seine Zeit weitaus intensiver geprägt als bislang bekannt.

  • Bunte Kulissen für Schwarz-Weiß-Filme, Foto: Andreas Arnold
    Bunte Kulissen für Schwarz-Weiß-Filme, Foto: Andreas Arnold
  • Bruno Tauts „Glashaus“ von 1914 widerstand nur kurz dem Hass, den es zerstören sollte, Foto: Wolfgang Günzel
    Bruno Tauts „Glashaus“ von 1914 widerstand nur kurz dem Hass, den es zerstören sollte, Foto: Wolfgang Günzel
  • Namoo Kim in der Ganzkörpertanzmaske „Toboggan Frau“ nach Lavinia Schulz, um 1920, Foto: Wolfgang Günzel
    Namoo Kim in der Ganzkörpertanzmaske „Toboggan Frau“ nach Lavinia Schulz, um 1920, Foto: Wolfgang Günzel
  • Foto: Wolfgang Günzel
    Foto: Wolfgang Günzel
  • Foto: Wolfgang Günzel
    Foto: Wolfgang Günzel
  • Foto: Wolfgang Günzel
    Foto: Wolfgang Günzel
  • Foto: Wolfgang Günzel
    Foto: Wolfgang Günzel
  • Foto: Wolfgang Günzel
    Foto: Wolfgang Günzel

Das Institut Mathildenhöhe Darmstadt realisiert deshalb in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Frankfurt erstmals eine umfassende Ausstellung über die vitalen Netzwerke, die erstaunlichen Gesamtkunstwerke und genuinen Wechselwirkungen der künstlerischen Gattungen des Expressionismus. Der Gedanke an das große „Einheitskunstwerk“ bewegt die Akteure der „Brücke“ und des „Neopathetischen Cabaret“ ebenso wie die Künstler von Herwarth Waldens „Sturm“, das Filmteam des „Dr. Caligari“ oder die Architekten der „Gläsernen Kette“ um Bruno Taut.

Die interdisziplinäre Übersichtsschau auf der Mathildenhöhe Darmstadt vereint vor dem dramatischen zeitgeschichtlichen Hintergrund der Jahre vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg rund 400 Werke – Gemälde, Filmausschnitte, Fotos, Plakate, Texte, Architekturskizzen, Musikstücke, Zeichnungen, Skulpturen und Zeitdokumente – zu einem bis dato einzigartigen Panorama der expressionistischen Epoche. Und entdeckt damit den Expressionismus neu.