10. Juli bis 9. Oktober 2016,
Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe

Nach der großartigen Schau der Österreichischen Galerie Belvedere im Frühjahr in Wien zeichnet nun erstmals eine Ausstellung die internationale Karriere des Malers Johann Peter Krafft (Hanau 1780 –Wien 1856) in seiner Heimatstadt Hanau nach. In Schloss Philippsruhe werden fast 60 hochkarätige Gemälde und Zeichnungen präsentiert. Der Sohn des Hanauer Emaillemalers Ignaz Peter Krafft (1745–1810) wurde am 15. September 1780 in Hanau geboren und erhielt als Gymnasiast an der Hohen Landesschule in Hanau parallel Unterricht an der 1772 gegründeten Hanauer Zeichenakademie. 1799 wechselte er an die Wiener Akademie der Bildenden Künste. Es folgten 1802 ein prägender zweijähriger Studienaufenthalt in Paris, dem unbestrittenen kulturellen „Hot Spot“ Europas, sowie 1808 ein mehrmonatiger Aufenthalt in Rom. In der Folge etablierte sich Krafft in Wien als Porträtmaler und bediente virtuos das ganze Spektrum vom bürgerlichen Standesporträt bis hin zum Kaiserbildnis. Durch diese Ausstellung kehrt ein berühmter Sohn mit prominenten Werken in seine Heimatstadt Hanau zurück. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit hochkarätigen Referenten, Wiener Kaffeehausmusik und Angeboten für Kinder und Jugendliche ergänzt und bereichert die Ausstellung.

Fotos (Startseite und Projekte & Archiv): Johann Peter Krafft, Orpheus am Grab der Eurydike, 1805, Öl auf Leinwand © Belvedere, Wien; Header: Johann Peter Krafft, Marie Krafft am Schreibtisch, 1828-1834, Öl auf Leinwand © Belvedere, Wien