Uraufführung: 4. Mai 2016
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

In AGOTA. Die Analphabetin (Gestern/Irgendwo) hat Helmut Oehring mit Librettistin Stefanie Wördemann und Sounddesigner Torsten Ottersberg den Entstehungsprozess der vielschichtigen Partitur aus Musik, Texten, Zu- und Hörspielen verlängert in die Proben mit Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel, den Instrumentalvokalsolisten Marena Whitcher, Lukas Rutzen und Nico van Wersch sowie dem Inszenierungsteam um Regisseur Ingo Kerkhof. Ágota Kristófs Variationen autobiographisch-dokumentarischer wie fiktiver Bilder, die Leitmotive ihrer Lyrik und Prosa, verwandeln sich in audio-visuelle „Momentaufnahmen“. Der vom Autoren-Team gewebte Dialog von AGOTAS Stimmen aus Erinnerung, Traum und Fiktion, inmitten Kriegsrealität, Fluchterfahrung und Exilexistenz, multipliziert sich zur Masse derer, die aktuell auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung nach Europa kommen, voll Hoffnung auf Neubeginn.

Vokalinstrumentales Theater für eine Sängerin/Sprecherin/Schauspielerin, Instrumental+Vokal-Trio, Instrumentalensemble (auch vokal/chorisch), vorproduzierte Zuspiele und Live-Elektronik

Konzeption und Libretto von Stefanie Wördemann auf Texte von Ágota Kristóf
Audio- und Bühnenkonzeption und -produktion: Torsten Ottersberg, GOGH s.m.p.

Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Musikalische Leitung: Peter Rundel
Sounddesign und Klangregie: Torsten Ottersberg
Regie: Ingo Kerkhof
Video: Philipp Ludwig Stangl
Dramaturgie: Katja Leclerc und Stefanie Wördemann
Mit: Dagmar Manzel als AGOTA
Marena Whitcher, Nico van Wersch, Lukas Rutzen
und dem Ensemble Modern


Foto: Oehring 2011 © Jens Oellermann