20. März bis 10. Juli 2016
Museum Giersch der Goethe Universität, Schaumainkai 83 (Museumsufer), Frankfurt am Main

Zum 50. Todesjahr von Ludwig Meidner (1884–1966) zeigt das MUSEUM GIERSCH der GOETHE-UNIVERSITÄT in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt die Ausstellung »Horcher in die Zeit – Ludwig Meidner im Exil.« Im Mittelpunkt stehen Werke auf Papier aus der Londoner Exilzeit des jüdischen Künstlers von 1939 bis 1953 – Skizzenbücher, Aquarelle, Kohle- und Kreidezeichnungen.

Meidners Exilschaffen stellt eine Mischung von höchster Intensität aus innerem Erleben und Zeitkommentar dar. Mit seiner symbolhaften Verdichtung handelt es von Isolation, Verfolgung und Vernichtung und einem grotesk-absurden Leben, das Meidner mit bissigem Humor, Sarkasmus und bizarrer Übertreibung in Szene setzt.

Die Ausstellung ist Teil des Gemeinschaftsprojektes Ludwig Meidner - Seismograph, das von den sechs Partnern Ludwig Meidner Gesellschaft e.V., Stadtmuseum Hofheim, Museum Giersch der Goethe-Universität, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt, Institut Mathildenhöhe, Kunst Archiv Darmstadt. Sie kooperieren für dieses Projekt beispielgebend und stellen erstmals das Werk des Künstlers Ludwig Meidners in seiner ganzen Breite vor. Sie betonen sowohl seine allgemeine kunsthistorische Bedeutung als auch die für das Rhein-Main-Gebiet. Ludwig Meidner (1884 Bernstadt, Schlesien – 1966 Darmstadt) zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Gerade seine Fähigkeit, die Erschütterungen und Umbrüche seiner Zeit zu erfassen und in seinem bildnerischen und literarischen Werk zu reflektieren, zeichnen Meidner aus.

Alle Veranstaltungen auf www.ludwig-meidner.de oder #LudwigMeidner.

 


Foto (Projekte & Archiv): Uwe Dettmar, Frankfurt am Main (Ludwig Meidner: „Insekten fressender Frosch“, 1941, Loses Blatt aus Skizzenbuch Aquarell, Bleistift, 50,5 × 40,4 cm, Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum Frankfurt)