24. März – 4. September 2016 / Abschlusswochenende 10. – 11. September 2016
MMK 2, Taunustor 1, 60310 Frankfurt am Main

Wir schreiben das Jahr 2052. Die Kunst und die Museen sind von der Auslöschung bedroht. Inspiriert von Ray Bradburys Science-Fiction-Roman „Fahrenheit 451“ (1953) versetzt die Ausstellung die Besucher in ein dystopisches Zukunftsszenario, in dem Kunstwerke aus der Gesellschaft verbannt werden. Über 80 Hauptwerke aus den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart hinein aus drei der renommiertesten europäischen Sammlungen konnten vorläufig in Sicherheit gebracht und zu einem transnationalen Museum auf Zeit vereint werden. Die Ausstellung lädt die Besucher dazu ein, die präsentierten Kunstwerke zu memorieren.

Zum Abschluss der Präsentation im MMK 2 werden die meisten der 80 verbliebenen Werke verschwunden sein. Das MMK 2 öffnet dann für ein großes Abschlusswochenende, bei dem die Kunstwerke durch Personen ersetzt sind, die durch ihre persönlichen Erinnerungen und Interpretationen das „imaginäre Museum“ zurück ins Bewusstsein rufen und live verkörpern.

Die Ausstellung ist eine Ausstellungskooperation zwischen Tate Liverpool, dem Centre Pompidou-Metz und dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main.

Foto: Martin Kippenberger, The Modern House of Believing or Not, 1985 © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne