2. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016
Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt a. M.

Mode ist Ausdruck der Zeit, in der sie entsteht. Heute ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, mit dem Smartphone Clips zu drehen und mit einem weltweiten Publikum zu teilen. So mag es nicht verwundern, dass auch Designer und Modeunternehmen das Medium des Internetclips längst für sich entdeckt haben. Dabei scheinen die Grenzen zwischen Werbefilm und angrenzenden Genres wie Musikvideo oder Kunstfilm zunehmend zu verschwimmen.

Zur B3 Biennale des bewegten Bildes 2015 stellt das Museum Angewandte Kunst ausgewählte Modefilme vor. Getreu dem Thema der Biennale – Expanded Senses – erleben die Besucherinnen und Besucher ein Zusammenspiel aus Kleidung und Körper, Sound und digitaler Technik in Filmclips und multimedialen Videoinstallationen. Allen Exponaten gemeinsam ist, dass sie in Bewegung, Ton und visuellen Effekten zu einem neuen, eigenständigen Genre finden und damit auf eine je eigene Weise eine Erweiterung der Möglichkeiten traditioneller Formen der Modevermittlung wie Fotografie, Fashionshow und Illustration darstellen. Zugleich stehen sie beispielhaft für eine Vielzahl zeitgenössischer Produktionen, die alle zur Vielseitigkeit des Phänomens beitragen.

„The Fashion Film Effect“ – so der Untertitel der Ausstellung in Anlehnung an die Modetheoretikerin Marketa Uhlirova – ist in erster Instanz die Möglichkeit, Kleidung in Bewegung zu zeigen. Hinzu kommt die Fähigkeit des Films, die physische Qualität des Kleides um weitere Sinneszusammenhänge zu erweitern, wobei experimentelle Effekte sowie Sound und Rhythmus eine essentielle Rolle spielen.

Foto: Mundi,aus/from: Rabbit Hole, 2012
Foto: KENZO, aus/from: Electric Jungle /Women Resort Collection, 2013 Regie/directed by /Design: Mat Maitland