Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus . Ausstellung
31. Oktober 2010 bis 27. Februar 2011
Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden


Die Ausstellung widmet sich einer zentralen Gruppe des Expressionismus in der Bildenden Kunst, dem „Blauen Reiter“ und seinen Nachwirkungen bis in die amerikanische Malerei der Nachkriegszeit.

Die Ausstellung verfolgt die Geburtsstunde des Münchner Expressionismus im Sommer 1908 im oberbayerischen Murnau (mit Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin), sie blickt auf die Zeit des „Blauen Reiters“ (mit Marc und Macke) in München sowie auf die Entwicklung seiner zentralen Protagonisten auf ihrer Suche nach dem „Geistigen“ in Farbe und Form der modernen Kunst.

 

  • Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle
    Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle
  • Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle
    Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle
  • Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle
    Ausstellung Museum Wiesbaden, Foto: Edgar Restle

Parallelentwicklungen werden mit Arbeiten der Fauvisten André Derain und Henri Matisse und im „Rheinischen Expressionismus“ von Franz Marc und Heinrich Campendonk vorgestellt.

Das Bild ergänzen individuelle Entwicklungen, die sowohl durch Jawlenskys Serien als auch Kandinskys experimentelle Arbeit zur „Synthese der Künste“ – wie etwa seinen Bühnenstücken – verdeutlicht werden sowie durch Einblicke in das konzeptionelle Fundament der Kunst des „Blauen Reiters“.

Werke der gemeinsamen Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau (Kandinsky, Klee, Feininger) sowie im Kontext der „Blauen Vier“ (Kandinsky, Jawlensky, Klee und Feininger) verdeutlichen die Nachwirkungen des „Blauen Reiters“ bis in das Amerika der 1940er und 50er Jahre. Ideen des „Blauen Reiters“ wurden dort von Malern des „Abstrakten Expressionismus“ wie Hans Hofmann, Willem de Kooning, Mark Rothko, Clyfford Still oder Robert Motherwell aufgegriffen und weiterentwickelt.

Das bereits 1921 von Kandinsky hervorgehobene „Geistige in der Kunst“, ein Streben nach der Darstellung einer über die Lebenswelt hinausgehenden Realität, zeigt sich als das verbindende Element der hier vorgestellten Werke, die einen zeitlichen Rahmen von über 50 Jahren umspannen.