18. und 25. Juli 2015

Christina Kubisch verlagerte nach intensiver Performancetätigkeit ihren Schwerpunkt seit 1980 auf Klangskulpturen und Lichträume im Innen- und Außenraum sowie elektro-akustische Kompositionen. Seit 1994 ist sie – neben Gastprofessuren in Maastricht, Paris und Berlin – Professorin für "Audiovisuelle Kunst" an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, seit 1997 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Sie gehört international zu den bedeutendsten Klangkünstlerinnen mit Festivalteilnahmen und Einzelausstellungen in Museen und Galerien in Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika. www.christinakubisch.de

Der Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst
Innerhalb weniger Wochen entwarf der Architekt und Designer Peter Behrens den Plan des kantigen Gebäudes, das zwischen 1920 und 1924 bauliche Gestalt annahm. Seine äußeren Formen sind der Architektursprache des Burgenbaus entnommen. Turm und Brücke, einst Symbol der ehemaligen Hoechst AG, bildeten so das Tor zu Fabrik und Stadtteil gleichermaßen. Im Inneren befinden sich der spektralfarbig gestaltete Lichthof mit drei kristallartig angelegten Glaskuppeln sowie die 2008 wieder hergestellte Ausstellungshalle. Das Gebäude diente lange als technisches Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hoechst AG. Es ist heute Sitz der Geschäftsführung des Standortbetreibers Infraserv Höchst und befindet sich auf dem Gelände des Industrieparks Höchst. Besondere Merkmale des Gebäudes, das auch als „umbautes Licht“ oder „Stein gewordener Expressionismus“ bezeichnet werden kann, sind das Zusammenspiel von Farbe und Form in der Kuppelhalle, die Ornamente aus Bauhaus und Backstein sowie die Lampen, Türgriffe und Glasfenster des Peter Behrens.

Wo
Industriepark Höchst – Peter-Behrens-Bau
Besichtigung nur im Rahmen der Führungen

Was und wann
„Umbautes Licht – Führungen durch den Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst“
Sa, 18. Juli: 12:00, 13:30, 15:00 Uhr

„Der gestaltete Industriepark – die farbige Welt des Industrieparks Höchst“
Sa, 25. Juli: 11:00, 13:00, 15:00 Uhr

Treffpunkt
Besucherempfang Tor Ost, Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt am Main

RMV: S1, S2 bis Bahnhof Höchst, 10 Min. Fußweg oder Busse 51, 58 bis Industriepark Höchst Tor Ost.

Anmeldung (erforderlich): Dagmar Demmig, dagmar.demmig@infraserv.com / Teilnehmer: max. 50 pro Führung. Ab 14 Jahren. Personalausweis erforderlich. Rauchen verboten.


Projekt "Klangkunst trifft Industriekultur"
International tätige Klangkünstler entwickeln Installationen mit Text, Klang und Geräusch für Industriedenkmäler, in denen deren Geschichten erfahrbar werden. Die Arbeiten haben dadurch künstlerischen und dokumentarischen Charakter zugleich und tragen zum kulturellen Gedächtnis der Region bei. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der KulturRegion FrankfurtRheinMain.