27. Juni – 26. Juli 2015

Die eigens für die Ausstellung entwickelte Arbeit „V/P“ befasst sich dem Klang als Linie in einem Körper oder, wenn man so will, mit der physischen Präsenz von akustischen Ereignissen im gedachten Spannungsfeld von zwei- und dreidimensionalem Raum. Die Arbeit verwendet dabei keine Lautsprecher sondern agiert rein akustisch. Als Projektionsfläche offeriert „V/P“ optisch wie akustisch eine leere Bühne in einem leeren Raum.
Konstruktion: Paper Blattmacher

Jens Brand (* 1968) lebt und arbeitet in Berlin. Von 1988 bis 1994 studierte er Freie Kunst an der Kunstakademie Münster. Unter dem Einfluss von Phill Niblock und der Erfahrung von Performances am Het Apollohuis (Akio Suzuki, Junko Wada und Paul Panhuysen) wandte er sich der Experimentellen Musik und Klangkunst zu. Seither entstanden eine Vielzahl von Installationen, Musik-Performances und Intermedia-Arbeiten.

Die Walkmühle war in ihrer 270-jährigen Geschichte zunächst Waisenhaus mit angeschlossenen Werkstätten für Seiler, Schlosser und Waffenschmiede. Sie nutzten die Energie, die durch eine Wassermühle im 1737 fertig gestellten Hauptgebäude erzeugt wurde. 30 Jahre später wurde die Walkmühle Gaststätte, dann Tanzsaal, während das Hanfreiben und Lederwalken weiter betrieben wurden. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts fungierte sie als Brauerei. Nach dem 1. Weltkrieg wurden in der Walkmühle Stoffe gefärbt und Textilien gereinigt. Künstler, Wohnungssuchende und Gewerbetreibende etablierten sich in dem heruntergekommenen Industriedenkmal auf eigene Kosten und retteten die alten Gebäude vor der Abrissbirne. Seit 2005 sind sie als »Künstlerverein Walkmühle« zusammengeschlossen.

Künstlerverein Walkmühle e.V.
Walkmühle 1
Bornhofenweg 9
65195 Wiesbaden

Öffnungszeiten: Mi und Fr, 17:00 – 20:00 Uhr / Sa, 14:00 – 20:00 / So, 11:00 – 19:00

Haltestellen: Bornhofenweg oder Nordfriedhof

Projekt "Klangkunst trifft Industriekultur"
International tätige Klangkünstler entwickeln Installationen mit Text, Klang und Geräusch für Industriedenkmäler, in denen deren Geschichten erfahrbar werden. Die Arbeiten haben dadurch künstlerischen und dokumentarischen Charakter zugleich und tragen zum kulturellen Gedächtnis der Region bei. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der KulturRegion FrankfurtRheinMain.