Ein historischer Kasten mit alten Schaltern und Drehreglern nach dem Vorbild der im Museum befindlichen dient dem Publikum dazu, Geschwindigkeit und Dauer, Mischung und Richtung von Klängen einzustellen. Die im Museum befindlichen Maschinen sind die Basis für die Arbeit, ihre Geräusche werden durch acht Lautsprecher sequenziert. Das Publikum ist gewissermaßen die Schaltzentrale und stellt sich seine Komposition individuell zusammen. Der Sound bewegt sich pulsartig durch den Raum - die Maschinen beginnen zu tanzen und zu hüpfen.

Erwin Stache (*1960 im Erzgebirge) lebt in der Nähe von Leipzig. Neben dem Physik- und Mathematikstudium erhielt er Klavier- und Orgelunterricht. Seit 1983 ist er freiberuflich als Musiker, Komponist und Klangobjektebauer tätig. Er entwickelt elektro-akustische und mechanische Instrumente, die er auch herstellt. Gemeinsam mit Henry Schneider realisierte Erwin Stache von 1993 bis 2003 mit Einwohnern des Dorfes Stelzen jährlich eine „Landmaschinensinfonie“, dabei kamen „Instrumente“ wie Mähbinder, Heuwender, Traktoren, Kartoffelkombine, Gülleorgel und anderes mehr zum Einsatz.

  • Fotos: Alexander Paul Englert
    Fotos: Alexander Paul Englert
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Das Museum Hanau-Großauheim hat seit 1983 sein Domizil im ehemaligen Elektrizitätswerk aus dem Jahr 1906 und erfuhr in den letzten Jahren eine grundlegende Überarbeitung und inhaltliche Neuausrichtung als Museum für Kunst und Industriegeschichte. Seit 2011 ist die neu gestaltete Abteilung zur Industriegeschichte im Museum Großauheim für Besucher geöffnet. Die Arbeit in Landwirtschaft und Industrie steht im Mittelpunkt des Museums.

Die Installation ist bis Ende Juli 2015 zu sehen.

Adresse
Städtische Museen Hanau
Museum Großauheim
Kunst und Industriegeschichte
Pfortenwingert 4
63457 Hanau Großauheim

Öffnungszeiten
Sa / So, 11:00 – 17:00 Uhr

Haltestelle
Hanau-Großauheim

Projekt "Klangkunst trifft Industriekultur"
International tätige Klangkünstler entwickeln Installationen mit Text, Klang und Geräusch für Industriedenkmäler, in denen deren Geschichten erfahrbar werden. Die Arbeiten haben dadurch künstlerischen und dokumentarischen Charakter zugleich und tragen zum kulturellen Gedächtnis der Region bei. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der KulturRegion FrankfurtRheinMain.