5. und 6. Dezember 2014, 20 Uhr, Cantatesaal, Großer Hirschgraben 21, Frankfurt am Main
18. Januar 2015, 18 Uhr, Haus der Begegnung, Bischof-Kaller-Straße 3, Königstein im Taunus


Im Juni 2013 entdeckte der Dirigent Thomas Hanelt in der bayerischen Staatsbibliothek in München ein Libretto der Oper »Carlo Magno« des italienischen Komponisten Giuseppe Nicolini (1763–1842). Schnell wurde klar, dass es sich dabei um das einzige Werk der Operngeschichte handelt, in dem die Person Karls des Großen und seine Zeit im Mittelpunkt stehen. Nach weiteren Recherchen in der Bibliotheca Palatina in Parma konnte er schließlich auch die Partitur ausfindig machen.

In diesem so genannten »Melodramma serio« geht es um eine Episode zur Zeit der Unterwerfung des Sachsenherzogs Widukind im Jahre 785. Ort der Handlung ist die Eresburg im heutigen Westfalen, in der Nähe von Karls Königspfalz Paderborn. Der Librettist Antonio Peracchi hat ein mehr oder weniger fiktives Intrigenspiel am Hofe Karls des Großen entwickelt, dessen Ausgang auf historischen Fakten beruht.

Der Motettenchor Frankfurt bringt dieses Werk, das 1813 entstand, als Abschluss des Karlsjahres knapp 200 Jahren nach einer Aufführung am Münchner Hof-Theater erstmals wieder in Deutschland auf die Bühne. Für die konzertante Aufführung wurde das Notenmaterial aus der handschriftlichen Partitur neu geschrieben. Michael Quast wird die Aufführungen moderieren und in den Opernstoff einführen.


Carlo Magno
Melodramma serio
Konzertante Aufführung

Bernadette Schäfer, Sopran
Ralf Simon, Tenor
Robert Crowe, Sopran
Boyan Di, Bariton
Michael Mrosek, Bariton
Männerstimmen des Motettenchor Frankfurt
Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg

Michael Quast, Moderation
Thomas Hanelt, Leitung