5. November 2014 bis 8. Februar 2015
Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt am Main


In der umfassenden Ausstellung geht es um die Untersuchung eines gesamteuropäischen Phänomens in der Kunst um 1500, bei dem vollkommen neue, expressive Tendenzen die bisherige Bildtradition entscheidend veränderten. Ausgehend von Albrecht Altdorfer, Wolf Huber, dem "Meister IP" und anderen Künstlern des Donauraumes beleuchtet das Projekt diese wesentlichen Neuerungen im künstlerischen Schaffen in Europa im frühen 16. Jahrhundert. Mit rund 100 Exponaten, darunter Werken von Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer und Hans Leinberger, wird gezeigt, wie Landschaften, Historien und Porträts durch das innovative, expressive Zusammenspiel von Licht, Farbe, Form und Pose neu erfunden werden. Ein Phänomen, das nicht auf den Donauraum beschränkt ist, sondern sich – wie in der Ausstellung präsentiert – in ganz Europa abzeichnet. Die unterschiedlichen Facetten dieser Strömungen um 1500 werden in der Präsentation in sechs Sektionen einander gegenübergestellt. Der Ausstellungsvorbereitung geht eine intensive, längerfristig angelegte Forschungsarbeit der beteiligten Institutionen voraus, die zugleich aktiv das Ziel eines weiterführenden wissenschaftlichen Austausches mit nationalen und internationalen Experten verfolgt.