Der Sommer 2014 wird surrealistisch! Die internationalen Gegenwartskünstler John Bock, Keren Cytter, Julian Rosefeldt und Tobias Zielony sowie die Künstlerduos Chicks on Speed und M+M vergegenwärtigen in ihrem filmischen Ausstellungsparcours ebenso radikal wie kreativ Luis Buñuels frühes surrealistisches Meisterwerk „L’Âge d’Or“.

Das goldene Zeitalter (Regie: Luis Buñuel, 1930, Filmstill): Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Luis Buñuels Film „L’Âge d’Or“ ist einer der zentralen Filme des Surrealismus. Realisiert im Jahr 1930 mit Ideen von Salvador Dalí und Max Ernst als Schauspieler, dann 50 Jahre lang verboten, war „L’Âge d’Or (Das goldene Zeitalter)“ ganz wesentlich am Einzug des Mediums Film in die bildenden Künste beteiligt. Sein Einfluss auf die zeitgenössische Kunst – insbesondere auf narrative Tendenzen der letzten Jahre – ist unübersehbar.


Das ambitionierte Künstlerfilmprojekt vereint die internationalen Gegenwartskünstler John Bock, Keren Cytter, Julian Rosefeldt und Tobias Zielony sowie das Künstlerkollektiv Chicks on Speed und das Duo M+M zu einer ebenso radikalen wie kreativen Neuinszenierung und Vergegenwärtigung der Themen und Motive von Luis Buñuels frühem surrealistischen Meisterwerk „L’Âge d’Or“. Die zeitgenössische Filmkunst der Fotografen, Performer und Videokünstler wird in eigens erstellten Projektionsräumen im Platanenhain der Mathildenhöhe Darmstadt präsentiert. Die Ausstellung „Der Stachel des Skorpions“ interpretiert Luis Buñuels skandalträchtigen Aufbruch in die Moderne neu für unsere Zeit.

Künstler-Kuratoren: M+M, Künstlerduo, München
Projektleitung: Dr. Ralf Beil, Direktor, Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Eine Ausstellung des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Museum Villa Stuck München, ermöglicht durch die Kulturstiftung des Bundes und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt, Partner des „Surrealismus-Sommers 2014“, zeigt zeitgleich die Ausstellung „Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus“ zum internationalen Filmschaffen seit den 1920/1930er Jahren.