Junge Deutsche Philharmonie

7. September bis 31. Oktober 2013
Frankfurt am Main, Hanau und Kasse


Passend zum Jubiläum der deutsch-französischen Freundschaft arbeitet die Junge Deutsche Philharmonie in diesem Jahr mit zwei hervorragenden französischen Musikern zusammen: Jean-Christophe Spinosi, Gründer des Ensembles Matheus und der Cellist Jérôme Pernoo musizierten schon häufiger in verschiedenen Ensembles miteinander und versprechen interessante Konzerte.

  • Imagemotiv „Fernweh“, Foto: istockphoto
    Imagemotiv „Fernweh“, Foto: istockphoto
  • Orchester, © Foto: Achim Reissner
    Orchester, © Foto: Achim Reissner
  • Jérôme Pernoo, Cellist, © Foto: Alix Laveau
    Jérôme Pernoo, Cellist, © Foto: Alix Laveau
  • Jean-Christophe Spinosi, Dirigent, © Foto: Serge Derossi
    Jean-Christophe Spinosi, Dirigent, © Foto: Serge Derossi

Unter dem Titel FERNWEH ist die Junge Deutsche Philharmonie in Frankfurt, Hanau und Kassel zu erleben. Das Fernweh spiegelt vor allem im Zusammenhang der Programmatik, impliziert aber auch die Sehnsucht, eine entfernte musikalische Epoche intensiv zu erforschen.

Les Boréades von Jean-Philippe Rameau war ein lange Zeit unentdecktes Werk des französischen Spätbarocks, welches damals aufgrund der revolutionären Idee gar nicht erst zur Uraufführung gelangte. Die Ouvertüre zu der Oper bildet stilistisch eine hervorragende Einleitung sowie Überleitung in das italienische Rokoko. Als Komponist war Nicola Antonio Porpora vor allem bekannt für sein Virtuosentum in der italienischen Arie und zählt zu den Hauptvertretern der Opera seria. Jedoch was das Komponieren von Instrumentalmusik nicht seine größte Leidenschaft, betrachtet man einmal seine Werke. Sein Violoncellokonzert G-Dur steht jedoch anderen barocken Solokonzerten in nichts nach.

Der junge Joseph Haydn war seinerzeit Porporas Kammerdiener, begleitete dessen Gesangsschüler am Klavier und sammelte Ideen für seine ersten Kompositionen. Seine spätere Sinfonie Nr. 82 war ein Auftrag der Loge Olympique aus Paris. Der Beiname „Der Bär“ (L’ours) stammt nicht von Haydn selbst, sondern bezieht sich auf die Bezeichnung „Bärentanz“, welche in einer Bearbeitung des vierten Satzes erschien.

Den Abschluss des Programms bildet die Sinfonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy, auch die „Italienische” genannt. Entstanden im Jahr 1830 auf seiner Reise durch Italien, setze er in dieser Sinfonie seine vielfältigen Eindrücke des Landes in der Partitur um und spiegelt in den Ecksätzen deutlich den leichten, südländischen Charakter wider. Fernweh und die Sehnsucht nach neuen Inspirationen waren Anlass für die vielfältigen Reisen des Komponisten quer durch Europa.

Text: David Spranger (Fagott / Mitglied des Programmausschusses)

Dirigent
Jean-Christophe Spinosi

Solist
Jérôme Pernoo, Violoncello

Programm
Jean-Philppe Rameau (1683 – 1764): Les Boréades, Ouverture
Nicola Antonio Porpora (1686 – 1768): Violoncellokonzert G-Dur
Joseph Haydn (1732 – 1809): Sinfonie Nr. 82 (Der Bär)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847): Sinfonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 (Italienische)

Konzerte
Samstag, 7. September 2013, 19.00 Uhr, Frankfurt am Main, Alte Oper
Sonntag, 8. September 2013, 19.00 Uhr, Hanau, Congress Park
Donnerstag, 31. Oktober 2013, 19.00 Uhr, Kassel, Martinskirche

Die Registerproben werden von Mitgliedern des Ensemble Matheus geleitet.