29. Juni bis 31. August 2013
Verschiedene Orte in Darmstadt


Georg Büchner kam am 17. Oktober 1813 im zehn Kilometer von Darmstadt entfernten Goddelau zur Welt. Obwohl er lediglich 23 Jahre alt wurde, gilt er als einer der bedeutendsten Dichter des Vormärz. Die Centralstation nimmt den 200. Geburtstag dieser mit Darmstadt eng verbundenen Persönlichkeit zum Anlass – in Kooperation mit zahlreichen Darmstädter Kulturschaffenden und ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und anderen Unterstützern – Büchners Ideen acht Wochen lang mit vielfältigen künstlerischen Aktionen in den Stadtraum und damit in das Hier und Jetzt zu transportieren.

  • Kennst Du Georg Büchner
    Kennst Du Georg Büchner
  • Lars Ruppel „Wo die wilden Dichter wohnen“, © Foto: Georg Kronenberg
    Lars Ruppel „Wo die wilden Dichter wohnen“, © Foto: Georg Kronenberg
  • Wanderkino; Laster der Nacht
    Wanderkino; Laster der Nacht

Los geht’s mit einem großen Masken-Spektakel am Samstag, dem 29. Juni, im Anschluss an die Vorstellung des Büchnerschen Lustspiels „Leonce und Lena“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Darmstadt und einer langen Nacht für Georg Büchner am Darmstädter Hauptbahnhof.

Herz und Zentrum des Festivals bildet das östliche Gelände um den Darmstädter Hauptbahnhof, das bereits durch die große Installation des Büchner-Zitats „Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig“ von weitem auf sich aufmerksam macht. Hier laden die in Anlehnung an den StageCage (der vielen von dem erfolgreichen Projekt Cage100 in Erinnerung geblieben ist) vom Büro liquid architekten realisierte und im Rahmen eines Semesterprojekts der Hochschule Darmstadt/Fachbereich Gestaltung unter Leitung von Prof. Ursula Gillmann und Su Korbjuhn ausgestattete BüchnerBox sowie die Festival-Bar „Königreich Popo“ zum Lesen, Sehen, Zuhören, Diskutieren, Dichten, Singen, Picknicken und vielen weiteren spannenden Aktionen ein: Mittwochs bitten verschiedene Chöre zu einer gemeinsamen Singstunde mit Picknick, anschließend kann man sich in der Reihe BüchnerBilder spannende Filmproduktionen ansehen. Vornehmlich donnerstags – Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel – wird es Lesungen rund um Georg Büchner geben, freitags werden ausgewählte Theaterinszenierungen gezeigt. Ein weiteres Highlight des Festivals ist das dreitägige Poetry-Camp „Wo die wilden Dichter wohnen“, das vom 7. bis 9. August in und um die BüchnerBox stattfindet. Darüber hinaus kehrt mit „Der Block (2)“ das Schreib-Lese-Areal der Frankfurter Künstlerin Helga Franke – ein Kunstprojekt, das bereits 2009 auf dem Dach des darmstadtiums realisiert wurde – im Büchnerjahr nach Darmstadt zurück. Und auch das Wanderkino ist im Rahmen von Büchner200 an drei Abenden in Darmstadt zu Gast. Zu sehen gibt es unter anderem den Film „Danton“ von Dimitri Buchowetzki aus dem Jahr 1921. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem vielfältigen Programm und eine schöne Einstimmung auf die große Ausstellung „Georg Büchner. Revolutionär mit Feder und Skalpell“ des Instituts Mathildenhöhe ab 13. Oktober im darmstadtium!