15. März bis 29. Juli 2012
Jüdisches Museum, Frankfurt am Main


„Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen; hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes“ – dazu sind, laut Arbeitsvertrag, die Redakteurinnen und Redakteure des Axel Springer Verlags verpflichtet. Es war der Verleger selbst, der diese grundsätzliche Haltung Mitte der 1960er Jahre seinem Zeitungsimperium vorgab.

Axel Springer am Ölberg in Jerusalem, Mai 1970, Foto: Sven Simon, mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Axel Springer AG

Die politischen Konstellationen und öffentlichen Kontroversen, in denen sich Axel Springer (1912 – 1985) mit seiner medienpolitischen Macht positionierte, werden in der Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums mit besonderem Augenmerk auf seine pro-jüdische und pro-israelische Haltung
in den Blick genommen:

Welche Rolle spielte diese im Selbstverständnis von Axel Springer und seinen Kontrahenten, vor allem: Welche Bedeutung kommt ihr im Kontext der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zu?