Ausstellung
19. November 2010 bis 23. Januar 2011
Altana Kulturstiftung im Sinclair-Haus, Löwengasse 15, Eingang Dorotheenstraße, Bad Homburg

„Seine Malerei ist Musik der Farben“, schrieb Karl Ernst Osthaus, Kunstmäzen und Gründer des Folkwang Museum Hagen, im Jahr 1905 über den Maler Christian Rohlfs.


Rohlfs wurde 1849 im schleswig-holsteinischen Niendorf geboren. 1901 erfolgte, vermittelt durch van de Velde, ein Ruf nach Hagen an die Folkwang-Schule. In Hagen lebte Rohlfs bis zu seinem Tode im Jahre 1938.

Der Maler und Dozent Christian Rohlfs zählt zu den Einzelgängern unter den Künstlern der Moderne. Das reiche Werk des fast sieben Jahrzehnte schaffenden Künstlers entfaltet sich vor dem Hintergrund einer Epoche revolutionärer Entwicklungen. Wie kaum ein anderer Maler stand der experimentierfreudige Rohlfs den neuen Kunsttendenzen seiner Zeit offen gegenüber, ohne dabei seine eigene schöpferische Persönlichkeit aufzugeben.

Er gelangte über die Auseinandersetzung mit Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Edvard Munch, dem französischen und belgischen Neoimpressionismus und dem Jugendstil schließlich zu einer neuen, doch unverwechselbaren Farb- und Formensprache. Rohlfs wurde damit zum Weggenossen der deutschen Expressionismusgeneration, ohne sich deren ausdrucksgeladenem Pathos anzuschließen.

Die Farbe als zentrales Gestaltungsmittel gewann in seinem Werk zunehmend Freiheit. Vor allem in seinen Aquarellen und Temperablättern der 1920er und 30er Jahre entwickelte Rohlfs schließlich unvergleichliche Farb-Licht-Kompositionen von schwebender Transparenz.

Die Altana-Kulturstiftung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarell- und Temperablätter aus dem Besitz des Osthaus Museums Hagen und bietet damit einen umfassenden Überblick über das Oeuvre des bedeutenden Malers der klassischen Moderne.