„Musik verbindet“: Transkulturelle Musikinitiative auf Tour durch das Rhein-Main-Gebiet

Am 22. Februar 2020 beginnt mit einem Naxos-Hallenkonzert in Frankfurt die Konzerttour des „Bridges-Kammerorchesters“ unter dem Thema „Musik als Migrantin“ durch das Rhein-Main-Gebiet. In den kommenden Monaten präsentiert das Kammerorchester ein abwechslungsreiches Programm, das Instrumente aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt miteinander vereint. Erstmals kooperiert der Kulturfonds mit Bridges – Musik verbindet. Insgesamt 10 Konzerte finden 2020/21 im Rhein-Main-Gebiet statt.

Das „Bridges-Kammerorchester“ wurde im Oktober 2019 von der Musikinitiative Bridges – Musik verbindet ins Leben gerufen, die seit 2016 Musiker*innen mit und ohne Migrations- und Fluchthintergrund in transkulturell besetzten Orchestern, Ensembles und Projekten zusammenbringt. Im „Bridges-Kammerorchester“ spielen bis zu 25 Musiker*innen mit ihren Instrumenten aus Orient und Okzident, Fernost und Lateinamerika zusammen, die damit die Diversität und Vielfalt der Region wiederspiegeln und eine Erweiterung der klassischen europäischen Orchesterkultur bieten.

„Das Besondere an unserem ‚Bridges-Kammerorchester‘ ist, dass die Musiker*innen die Musik und Musikkulturen aus ihren Herkunftsländern aufgreifen und mit dem uns sehr vertrautem europäischen Orchesterspiel kombinieren. So entsteht eine einzigartige Kombination, die es so zuvor noch nicht gegeben hat“, so Johanna-Leonore Dahlhoff, Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin von Bridges. Im Kammerorchester sind neben europäischen Streich- und Blasinstrumenten unter anderem auch Gitarren und deren „Urgroßvater“, die arabische Oud, vertreten, außerdem das Kanun, die persische Tar, arabische und persische Perkussionsinstrumente, mongolische Pferdekopfgeige, kolumbianische Tiple und die bulgarische Kaval. „Den meisten Menschen in Deutschland sind viele dieser Instrumente völlig unbekannt. Daher ist es umso schöner, dass sie sie im Rahmen der Konzerttour des ‚Bridges-Kammerorchesters‘ in dieser einmaligen Besetzung erleben können“, freut sich Anke-Karen Meyer, Geschäftsführerin und Kulturmanagerin von Bridges.

Die Stücke, die die Musiker*innen des „Bridges-Kammerorchesters“ in ihrer Konzerttour aufgreifen, sind meist von den Mitgliedern selbst passgenau für ihre außergewöhnliche Besetzung komponiert und rücken unterschiedliche Musikkulturen in den Fokus. „Das diesjährige Thema des ‚Bridges-Kammerorchesters‘: ‚Musik als Migrantin‘ zeigt, dass Musik nicht an geografische Grenzen stößt, sondern sich auch über diese Grenzen hinweg verbreitet und mit anderen Musikformen auf sehr schöne Art und Weise verschmelzen kann“ erklärt Karin Wolff, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Die Konzerttour des „Bridges-Kammerorchesters“ startet im Februar mit dem Programm „Identigration“, das sich mit der Zugehörigkeit zu mehreren Kulturen und Fragen nach dem Wechselspiel von Identität und Integration auseinandersetzt. Im Rahmen der Aufführungen vereint das Orchester spanische, arabische und lateinamerikanische Musik mit Jazzelementen. Die Stücke, die im Februar aufgeführt werden, wurden u.a. von den syrischen, kolumbianischen und Frankfurter Komponisten Rabie Azar, Andrés Rosales und Peter Klohmann komponiert. Dirigiert wird das Programm vom Deutsch-Ägyptischen Dirigenten Nabil Shehata, dem Chefdirigenten der Philharmonie Südwestfalen. „Durch den Einbezug verschiedenster Nationalitäten zeigen die Stücke, dass Migrationsbewegungen auch für die Musik und ihre Weiterentwicklung einen enormen, bereichernden Mehrwert darstellt“ betont Dr. Julia Cloot, Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Nächste Termine: Februartour „Identigration“ des „Bridges-Kammerorchesters“

 22. Februar, 19 Uhr, Naxos-Hallenkonzert, Theater Willy Praml, Frankfurt
Tickets 22€; http://theaterwillypraml.de/naxos-hallenkonzerte/

23. Februar, 19 Uhr, Capitol Offenbach
Tickets 18€/ 25€/ 32€; www.frankfurtticket.de