Zum ersten Mal in diesem Jahr entschied die Jury Mitte März, welche Projekte in die kulturMut-Community aufgenommen werden. Neu dabei sind 13 Projekte der freien Kulturszene, die ihre Chance auf der Crowdfunding-Plattform „kulturMut“ nutzen wollen. Sie werden kuratiert und bei der Durchführung ihrer Kampagne mit individueller Beratung und kostenlosen Webinaren von Startnext unterstützt. Außerdem zeichnen Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain die Projekte mit einem Startpreis von 25 % der Fundingsumme aus. „Wenn die Vorhaben erfolgreich sind, werden sie unsere Region bereichern – mit integrativen Klassik- konzerten und einem frei produzierten Hörspiel, mit Alter Musik für junge Zuhörer und einem studentischen Opernprojekt. Auch ein Schlossparkfestival für Kunst und Kultur könnte Wirklichkeit werden“, berichten Eugen Müller, Geschäftsführender Vorstand der Aventis Foundation und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Realisiert werden die Projekte in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Bingen. Zusammen wollen die Initiatoren Unterstützer für eine Crowdfunding-Summe von 120.000 Euro gewinnen. Wann die Crowdfunding-Kampagnen im Laufe der nächsten drei Monate online sichtbar werden, entscheiden die Starter individuell. Unterstützen kann man sie dann unter www.kulturMut.de. Hier können sich auch weiterhin Projekte bis zum 30. Juni 2019 bewerben. Danach findet die nächste Auswahlrunde statt.

Anfang August 2018 startete „kulturMut“ als kontinuierliche, kuratierte Crowdfunding-Plattform für die Region Rhein-Main. Damit hat die Aventis Foundation mit Startnext als Partner und unterstützt durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain neue Strukturen zur zusätzlichen Finanzierung von Kulturprojekten auf den Weg gebracht.
Künftig steht „kulturMut“ für eine nachhaltige Förderung und Finanzierung von Kulturprojekten und für mehr Vernetzung der Kulturschaffenden im Rhein-Main-Gebiet. Der bisherige Zuspruch und die Bekanntheit der Marke „kulturMut“ sowie nicht zuletzt die Erfahrungen, die mit 113 erfolgreich finanzierten Kulturprojekten in den vergangenen fünf jährlichen Kampagnen gesammelt werden konnten, sprechen für einen Ausbau und eine Verstetigung von „kulturMut“. Die neue Struktur bietet zudem die Möglichkeit, dass weitere öffentliche oder private Träger wie Kommunen, Vereine oder Stiftungen die Initiative unterstützen. In den Metropolregionen bundesweit etablieren sich solche Modelle. In diesem Trend rückt Rhein-Main mit der neuen „kulturMut“ Plattform weit nach vorne.
Die regionale Bündelung führt zu einer erhöhten Sichtbarkeit der Projekte und ihrer Initiatoren und zu einer engeren Vernetzung innerhalb der Kulturszene. Dadurch verbessern sich die Chancen, die Internet-Öffentlichkeit und damit potentielle Unterstützer mobilisieren zu können. Die Aventis Foundation und der Kulturfonds investieren weiterhin in Kommunikation zur Unterstützung der Marke und zur Verbreitung der Plattform. Zusätzlich werden künftig Kulturprojekte aus Rhein-Main, die bei Startnext eine Seite anlegen, automatisch auf „kulturMut“ hingewiesen.

Dreimal im Jahr entscheidet die Jury der Aventis Foundation und des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, welche Projekte zugelassen werden. Teilnehmen können freie Kulturschaffende, Studierende, Absolventen und Kultur- institutionen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet, die auf hohem professionellem Niveau arbeiten und für Projekte aus den Bereichen Musik, darstellende und bildende Kunst, Literatur oder Film um Unterstützung der Crowd werben. Die Starter erhalten die Möglichkeit, sich in Crowdfunding-Workshops oder Webinaren zu qualifizieren und die Präsentationen optimal vorzubereiten. Die Workshops oder Webinare finden das Jahr über jeweils nach den Auswahlrunden statt. Außerdem können die Starter individuelle Crowdfunding-Beratung durch Startnext in Anspruch nehmen. Zusätzlich erhalten sie aus einem gemeinsamen Budget von Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain einen Startpreis von 25 % der Fundingsumme, der zu Beginn des Crowdfundings auf dem Projektkonto sichtbar wird. Der Startzeitpunkt des Crowdfundings kann frei gewählt werden, muss aber bis spätestens 6 Monate nach Zusage erfolgen, sonst verfällt das Anrecht auf den Startpreis. Wenn ein Projekt am Ende sein Fundingziel nicht erreichen kann, fließen die Beiträge an die Unterstützer zurück – auch der Startpreis. Alles oder Nichts – so sind die Regeln des Crowdfundings.