Kreativität und neue Einblicke stehen auf beiden Seiten im Mittelpunkt

Nach sechs erfolgreichen Jahren der Zusammenführung von Kultur- und Bildungseinrichtungen ermuntert der Kulturfonds Frankfurt RheinMain auch für das Schuljahr 2019/20 Schulen und Akteure der Kunst- und Kulturszene zur gemeinsamen Projektgestaltung und lädt zu einer Bewerbung für KUNSTVOLL ein. Das Programm zur Förderung kultureller Bildung erstreckt sich über das gesamte Schuljahr und endet im Sommer 2020 mit einer Projektpräsentation. Schülerinnen und Schüler erhalten in diesem Rahmen die einmalige Möglichkeit, Theorie und Praxis kreativ zu verknüpfen. Unterstützt von professionellen Künstlern und Kunstvermittlern sind sie hautnah an der Entwicklung, Planung und Umsetzung eines individuellen Projekts beteiligt. In enger Zusammenarbeit entwickeln sie Ausgestaltung und Darbietung auf Bühne, Museum oder Straße. Insgesamt wurden auf diese Weise bereits über 100 Projekte gefördert. „Kulturelle Teilhabe ist oft nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine Frage des Zugangs. Deshalb haben nach unserer Auffassung Kultureinrichtungen eine „Bringschuld“, junge Menschen möglichst früh an Kunst und Kultur heranzuführen und zu begeistern“, so der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller.

Zu den 21 laufenden Projekten gehört „LUCAS dokt!“. Gemeinsam mit Fotokünstler und Filmpädagoge Urs Tilmann Daun begleiteten Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Schillerschule die 41. Ausgabe des vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum veranstalteten „LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans“ im September 2018 auf filmischer Ebene. Dabei übernahmen sie selbst alle Schritte vom Schreiben des Drehbuchs über die Dreharbeiten bis hin zum Schnitt des Materials. Astrid Kasperek, die das Projekt auf Seiten von „LUCAS dokt!“ betreut, sieht in der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler einen großen Mehrwert: „Als Filmfestival für junges Publikum legen wir großen Wert darauf, dass das Festivalgeschehen von Jugendlichen mitgestaltet wird. Die fünf Festivaldokus, die nun im Rahmen des KUNSTVOLL-Projektes entstehen, setzen genau diese Intention in die Tat um und fördern damit eine intensive und nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Medium Film.“
Dabei stellt sie den Nutzen, den das Projekt für beide Seiten hat, besonders in den Fokus: „Der Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern über einen so langen Zeitraum ist nicht nur für uns, sondern natürlich auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine echte Bereicherung. Das zeigt sich vor allem in den vielen positiven Rückmeldungen, die wir bisher erhalten haben. Besonders die Möglichkeit selbst gestalterisch aktiv zu werden und neue Perspektiven kennen zu lernen – zum Beispiel wie anstrengend und aufwändig eine Filmproduktion sein kann – hat viele begeistert. Einige sogar so sehr, dass sie sich zu einem Praktikum beim Deutschen Filminstitut & Filmmuseum entschlossen haben.“ Die so entstandenen kurzen atmosphärischen Festivaldokumentationen, werden die Schülerinnen und Schüler im Mai 2019 auf großer Leinwand im Kino des Deutschen Filmmuseums präsentieren. Geprägt wird KUNSTVOLL dabei nicht nur durch Kreativität, intensiven Austausch und die Erweiterung des persönlichen wie kreativen Horizonts. Auch die Kombination verschiedener Genres und Betrachtungsperspektiven, die der künstlerischen Verwirklichung quasi keine Grenzen setzt, wird intensiv gefördert. Musik, Schauspiel und Tanz sind ebenso gefragt wie historische und mediale Bezüge. Im Vordergrund steht zudem die persönliche Erfahrung der Schülerinnen und Schüler. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden, sich innerhalb der Umsetzung auszuprobieren und so neue Perspektiven zu gewinnen. Auf diese Weise möchte KUNSTVOLL auch die individuelle Weiterentwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fördern: Die kreative Beteiligung weckt in so manchem ungeahnte Fähigkeiten.

Neugierig? Dann bewerben Sie sich bis zum 11.04.2019!
Wer? Bewerben können sich allgemeinbildenden Schulen ab der Sekundarstufe I sowie berufsbildende Schulen und Kultureinrichtungen aus den Städten Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Oestrich-Winkel, Offenbach und Wiesbaden sowie aus dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis.
Was? Der Förderung durch KUNSTVOLL sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kunstsparte, Thema und Form der Projekte können frei gewählt werden. Besonders große Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung haben Projektideen, die die Schülerinnen und Schüler partizipativ und kontinuierlich über ein Jahr einbinden und sich an deren Erfahrungstand orientieren. Ebenso erwünscht ist die tatkräftige Unterstützung der Ideen durch Schulleitung und Lehrerkollegium und dass die Projekte und ihre Themen sowohl in den Lehrplan als auch in möglichst viele Unterrichtsfächer integrierbar sind. Wichtig ist zudem, dass Konzeption und Umsetzung der Vorschläge gemeinsam mit Künstlern und Kunstpädagogen entwickelt und erarbeitet werden.
Wie? Bewerbungen von Schulen und Kultureinrichtungen können ab sofort bis zum 11.04.2019 über das Online-Antragsportal eingereicht werden. Unter http://kulturfondsfrm.de/kunstvoll finden Interessierte den Link zum Portal und alle Informationen rund um das kulturelle Bildungsprojekt, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsverfahren sowie entsprechende Antragsformulare.

Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung? Der Kulturfonds berät interessierte Vertreter von Schulen und Kultureinrichtungen und unterstützt während des
Bewerbungsprozesses sowie bei der Suche nach einem passenden Kooperationspartner. Alle Einrichtungen, die an KUNSTVOLL teilnehmen möchten und noch einen Kooperationspartner
suchen, können sich im Vorfeld auf der Homepage des Kulturfonds (http://kulturfondsfrm.de/kunstvoll/antrag-stellen) listen lassen.
Fragen sind zu richten an:
Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
z. H. Laura Kurtz, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel 06172/999 4695 – Mail: l.kurtz@kulturfonds-frm.de oder kunstvoll@kulturfonds-frm.de