Zu seinem zehnjährigen Jubiläum hat der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gemeinsam mit den RAY Fotografieprojekten Frankfurt/RheinMain sechs RAY JUNIOR Workshops gefördert, die unter dem Leitthema der Triennale RAY 2018 „EXTREME“ standen. Das beeindruckende Ergebnis des Projekts kann nun in der 152-seitigen Publikation „MeinRheinMain“, erschienen bei Spielbein Publishers GmbH, begutachtet werden, die von RAY und Kulturfonds gemeinsam vorgestellt wurde.
72 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen in Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Mainz und Aschaffenburg hatten die einmalige Gelegenheit, sich unter professioneller Anleitung der Fotografen Mirko Krizanovic und Wolfgang Zurborn sowie der Kunstvermittlerinnen Lisa Weber und Jutta Stocksiefen an der Kamera auszuprobieren. Im Vorfeld wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an verschiedene Fotografietechniken herangeführt und dazu ermutigt, ihre ganz eigene Bildsprache zu entwickeln und damit ihre eigenen Geschichten zu erzählen. So wählten die Jugendlichen ihre persönlichen Schauplätze aus und gingen auf fotografische Entdeckungsreise. Mit der großzügigen Unterstützung von Olympus Deutschland konnten sie dabei leihweise mit einer professionellen Kameraausrüstung ausgestattet werden.
Landrat Ulrich Krebs zu dem Projekt: „Im Rahmen der RAY JUNIOR Workshops haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Suche nach neuen Perspektiven in ihrer Heimat — in unserer Region — begeben. Die Eindrücke, die wir mit „MeinRheinMain“ nun in den Händen halten, sind ebenso vielschichtig wie individuell und verweisen damit auf die bunte Vielfalt, die Frankfurt RheinMain auszeichnet.“
Darüber hinaus zeigt sich mit „MeinRheinMain“ der Vernetzungsgedanke, den der Kulturfonds als ein zentrales Ziel verfolgt. So haben einerseits Schulen aus unterschiedlichen Orten in Rhein-Main gemeinsam bei diesem Projekt und der Entstehung der Publikation mitgewirkt. Andererseits fand das Vorhaben als Kooperation zwischen Schulen und Kulturinstitution statt — eine Konstellation, die einen engen Austausch zwischen den Partnern bewirken soll und die der Kulturfonds insbesondere mit seinem kulturellen Bildungsprogramm fördert.

Auch für Barbara Klemm, renommierte Frankfurter Fotografin und Schirmherrin des Projekts, ist das die ideale Grundlage für junge Kunst- und Kulturförderung: „Als integraler Bestandteil des Triennale-Programms RAY trägt RAY JUNIOR maßgeblich zur kreativen Entfaltung von Schülerinnen und Schülern des Rhein-Main-Gebiets bei und öffnet ihnen und uns als Betrachter damit ein Fenster in eine andere Welt.“
Auch für die kommenden Ausgaben — zum nächsten Mal im Jahr 2021 — möchte RAY diesen Bestandteil des Bildungsprogramms weiterführen. Dabei soll die regionale, aber auch die überregionale Vernetzung der international verankerten Triennale weiterhin im Vordergrund stehen. „MeinRheinMain“ bündelt mit rund 150 Fotografien einer Auswahl der vielfältigen Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler, die mit dem Kamerasucher besondere und außergewöhnliche Orte ihrer Heimat eingefangen haben. Ergänzt wird die Publikation durch Grußworte von Landrat Ulrich Krebs (Vorsitzender des Kulturausschusses des Kulturfonds Frankfurt RheinMain), Dr. Helmut Müller (Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain) und der Fotografin Barbara Klemm (Schirmherrin RAY JUNIOR) sowie einem Essay von Michael Hierholzer, Leiter des Kultur-Ressorts der FAZRhein-Main-Zeitung.
Parallel zur Erscheinung des Fotobands ging auch die Website www.meinrheinmain.eu online, auf der eine noch größere Auswahl der Fotos zu finden ist. In der Online-Bildergalerie können die Aufnahmen nach Belieben nach den Städten sortiert werden.

MeinRheinMain
Erschienen bei Spielbein Publishers GmbH, 152 Seiten, 153 farbige
Abbildungen, 25 Euro; ISBN: 978-3-946718-11-6