„In turbulenten Zeiten wie diesen lässt sich der Wert von Kunst und Kultur gar nicht hoch genug einschätzen.“
Acht neue Kunst- und Kulturprojekte in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden dürfen sich über finanzielle Zuwendungen durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain freuen. Die Konzerte, Festivals, Ausstellungen sowie Theater- und Opernaufführungen werden mit einer Gesamtsumme von mehr als 200.000 Euro gefördert. Durch die gezielte Unterstützung von Projekten mit geringeren Beträgen soll die kulturelle und künstlerische Diversität der Region Frankfurt RheinMain weiter ausgebaut werden. Ein Ziel, dem sich der Kulturfonds seit seiner Gründung verschrieben hat und das für Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds, gerade heute besonders wichtig ist: „In turbulenten Zeiten wie diesen, in denen sich die Gesellschaft einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber sieht, lässt sich der Wert von Kunst und Kultur gar nicht hoch genug einschätzen. Diese bieten nicht nur neue Perspektiven und Anstöße, sondern ebenso die Möglichkeit, sich differenziert mit den Belangen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Genau aus diesem Grund möchte der Kulturfonds auch kleineren Projekten eine Plattform geben und sie in ihrer Umsetzung unterstützen.“

In der Sparte „Musik/Musiktheater“ sowie „Theater- und Opernaufführungen“ werden insgesamt drei Projekte durch den Kulturfonds gefördert. Dazu zählt 600 Jahre Roma in Frankfurt, in dessen Rahmen die Roma und Sinti Philharmoniker beim Altstadtfest am Sonntag, 30. September 2018, um 11 Uhr auf der Open Air-Bühne auf dem Frankfurter Römer auftreten werden.
Unter dem Titel „Vertrauen verloren“ bringt das Hessische Staatstheater Wiesbaden drei zeitgenössische Stücke zur Erstaufführung. „Der Bußfertige“ des Pulitzer-Preisträgers David Mamet, „Betrogen“ von Harald Pinter sowie die Bühnenfassung des Films „Toulouse“ des österreichischen Autors David Schalko sind zwischen dem 30.09. und 02.10.2018 in der Spielstätte Wartburg in Wiesbaden zu sehen.
Zudem fördert der Kulturfonds ein Schulprojekt im Rahmen der deutschen Erstaufführung der Oper „Caliban“ von Moritz Eggert, aufgeführt von der Jungen Oper Rhein-Main e.V.. Regie führt Nachwuchsregisseur Max Koch, im vergangenen Jahr Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Bayreuth.

In der Sparte „Bildende Kunst“ unterstützt der Kulturfonds die Ausstellung „Piet Mondrian. Zwischen Natur und Konstruktion“ des Museums Wiesbaden, die die Entwicklungsstufen des Mitbegründers der abstrakt-geometrischen Kunst nachzeichnet. Sie ist vom 25.10.2018 bis 17.02.2019 im Museum Wiesbaden zu sehen.
Auch die Kooperationsprojekte zwischen der Kressmannhalle Offenbach und dem saasfee*pavillon Frankfurt erhalten Unterstützung. Gezeigt werden architektonische Positionen, medial-performative Aktionen und Inszenierungen in vier Ausstellungen.
Zu Ehren des 100. Geburtstags Marcel Reich-Ranickis präsentiert die Deutsche Nationalbibliothek – voraussichtlich von Mai bis November 2020 – das Leben des Literaturkritikers, Zeitzeugen und Frankfurter Bürgers.

In der Sparte „Schauspiel“ fördert der Kulturfonds das Zweite Internationale Frauen*Theater-Festival, bei dem Theatermacher*innen und Performer*innen an vier Tagen auftreten, Workshops geben und mit weiteren geladenen Frauen diskutieren. Das Festival findet vom 27.09. bis zum 30.09.2018 auf dem Protagon e. V. Kulturgelände Frankfurt statt.
Das vom Kulturfonds unterstützte Exilfestival Minenfeld handelt vom Exil als omnipräsentes, gesellschaftliches Phänomen und zeigt vom 13. bis zum 27.10.2018 sowohl die Seite der Exilierten, als auch den Umgang der Ansässigen mit ihnen.