Neues Initiativprojekt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain begeistert mit Stummfilmen, Live-Musik und lokaler Filmgeschichte

Lokale Filmgeschichte spannend und hautnah erleben – das ermöglicht am Samstag, dem 29. September 2018, von 18 bis 20 Uhr das Initiativprojekt „KINO VARIÉTÉ RheinMain — eine Region entdeckt ihre lokale Geschichte“, das vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain anlässlich seines 10jährigen Jubiläums im Haus am Dom in Frankfurt am Main präsentiert wird. In enger Kooperation mit der Filmredaktion von ZDF/ARTE in Mainz und dem Deutschen Filminstitut DIF entstand ein Programm, das ganz auf das Genre des Stummfilms fokussiert ist und sich in Inhalt und Ablauf am historischen Kino orientiert. Wie in früheren Zeiten läuft vor dem Hauptfilm ein Vorprogramm aus Kurzfilmen, hier ein Mix von Werbe-, Dokumentar- und Animationsfilmen: ein britischer Tourismusfilm über Frankfurt von 1926, ein Industriefilm für die Binding-Brauerei von 1913 sowie „Die Frankfurter Kleinstwohnung“ von 1925. Sie alle zeigen historische Ansichten von Frankfurt. Der Hauptfilm und Krimi „Die Königin der Altstadt“ wurde 1925 zum Teil in der Frankfurter Altstadt gedreht und hat damit unmittelbaren Bezug zum Veranstaltungsort. Das Programm läuft sowohl im Haus am Dom – wobei der Eintritt frei ist - als auch zusätzlich auf einer LED-Leinwand als Außenprojektion.
Ein weiteres Highlight des KINO VARIÉTÉ RheinMain: Begleitet werden die Filme, wie bei Stummfilmen üblich, von live gespielter Filmmusik, die den Bogen von historischer Kino-Musik hin zu improvisierter Musik mit modernen Jazz-Anleihen schlägt. Den musikalischen Part übernehmen der Wiesbadener Jazz-Preisträger Uwe Oberg und die Mainzer Stimmkünstlerin Silvia Sauer. Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds, sieht insbesondere in der Regionalität des Initiativprojekts einen Mehrwert für alle Interessierten: „Der regionale Bezug spielt im KINO VARIÉTÉ RheinMain eine ganz besondere Rolle. Besucher haben nicht nur die Gelegenheit, Frankfurt aus historischer Perspektive kennen zu lernen. Sie entdecken die Stadt zudem als Ursprung außerordentlicher kultureller Vielfalt – und das nicht nur in der Gegenwart.“
Bis Sommer 2019 findet das KINO VARIÉTÉ mit vergleichbarem Programm in verschiedenen Mitgliedskommunen und -landkreisen des Kulturfonds statt und bietet Interessierten die einmalige Gelegenheit, einen Abend im Zeichen historischer Kinogeschichte und Filmkultur zu erleben. Um der regionalen Filmkultur Rechnung zu tragen, variieren die gezeigten Filme je nach Veranstaltungsort.
Weitere Informationen rund um das KINO VARIÉTÉ stehen unter http://www.kulturfonds-frm.de/kino-variete zur Verfügung.