Installation ermöglicht interaktives Zusammenspiel zwischen vielfältiger Klangkulisse und Besuchern des Bahnhofs

Vom 2. bis zum 8. Juli 2018 erwartet die Besucher des Wiesbadener Hauptbahnhofs ein kulturelles Highlight: Die „hyperMOODbox“, ein Projekt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain in Kooperation mit der Deutschen Bahn AG, macht Station in Hessens Hauptstadt und bietet allen Interessierten die Gelegenheit, ihren individuellen Soundtrack für die Wartezeit am Bahnhof zu komponieren. Zur Verfügung steht dazu die vielfältige Klangkulisse des Bahnhofs, die sich die Wartenden auf insgesamt neun begehbaren und interaktiv angelegten Quadratmetern zu eigen machen können. Axel Imholz, Stadtkämmerer Wiesbadens sowie Schul- und Kulturdezernent, freut sich, das Projekt in der Landeshauptstadt begrüßen zu dürfen: „Wiesbaden zeichnet sich seit vielen Jahren durch ein reges und vor allem abwechslungsreiches kulturelles Angebot aus. Umso schöner ist es, Besucher unserer Stadt schon bei ihrer Ankunft mit dieser außergewöhnlichen und klangvollen Installation zu empfangen.“ Ein- und abfahrende Züge, Rollkoffer, Schritte, Gespräche, Fahrplandurchsagen, Klingeltöne oder Automatengeräusche werden aufgezeichnet, im „hyperMOODbox“-Programm audiovisuell bearbeitet und schließlich zu Rhythmus und Struktur kombiniert. Im interaktiven Zusammenspiel mit den Besuchern entstehen aus den Klangfarben des Bahnhofs dann Songs verschiedener Musikstile.
Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, hofft, die Installation an weiteren hessischen Bahnhöfen wiederzusehen: „Wiesbaden ist die vorerst letzte Station der ‚hyperMOODbox‘. Die durchweg positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher gibt jedoch Anlass dazu, die Reise der Box fortzusetzen.“ Dr. Julia Cloot, stellv. Geschäftsführerin des Kulturfonds, ergänzt: „Die „hyperMOODbox“ bietet nicht nur die Gelegenheit, experimentelle Kunst aus nächster Nähe zu erleben. Gleichzeitig lädt sie dazu ein, sich künstlerisch mit der eigenen Umgebung auseinanderzusetzen und diese auf einer völlig neuen Ebene zu erfahren. Die Vielfalt unserer täglichen Umgebung, die allgegenwärtige Hektik, oder der Transit rücken damit in das Zentrum der Aufmerksamkeit und regen zum Nachdenken an.“


Gestaltet wurde die „hyperMOODbox“ von drei Künstlern. Zu diesem Team gehört neben der in Kanada geborenen Annesley Black, die derzeit als freischaffende Komponistin und Lehrbeauftragte an Dr. Hoch‘s Konservatorium sowie der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main tätig ist, auch der freischaffende Darmstädter Künstler, Komponist und Gestalter Marc Behrens. Die aus Lüdenscheid stammende freischaffende Künstlerin Julia Mihály, die ihren Fokus auf die Schnittstellen von Neuer Musik, Performance und Elektroakustischer Musik legt, komplettiert das Trio.
Geöffnet ist die „hyperMOODbox“ am 2. Juli zwischen 19:00 und 21:00 Uhr sowie vom 3. bis zum 8. Juli 2018 jeweils zwischen 11:00 und 20:00 Uhr. Im Februar war das Projekt bereits am Frankfurter Hauptbahnhof, im April am Hauptbahnhof Darmstadt zu Gast.