Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fordert zum sechsten Mal Schulen und Kultureinrichtungen für das Schuljahr 2018/19 dazu auf, ihre Kreativität im Rahmen von gemeinsamen kulturellen Bildungsprojekten unter Beweis zu stellen und sich bei KUNSTVOLL zu bewerben. In der mehrmonatigen und intensiven Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden und Schülerinnen und Schülern, die sich über das gesamte Schuljahr erstreckt und mit einer gemeinsamen Projektpräsentation im Juni 2019 endet, bietet sich den Schülern die einmalige Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen unter fachkundiger Anleitung in die Praxis zu überführen und in einem konkreten Projekt in die Tat umzusetzen. Seit dem Start des Bildungsprojekts wurden auf diese Art bereits über 80 Projekte gefördert. Zu den aktuellen erfolgreich laufenden 21 Teilnehmerprojekten von KUNSTVOLL gehört zum wiederholten Mal eine Kooperation der Karl-Rehbein-Schule in Hanau mit der Jungen Deutschen Philharmonie in Frankfurt. Im Rahmen von „Rhapsodie einer Großstadt“ setzen sich die 20 Schülerinnen und Schüler des Musikleistungskurses der Karl-Rehbein-Schule derzeit mit planerischen Prozessen sowie der Erarbeitung von Ausdrucksformen musikwissenschaftlicher und kunstgeschichtlicher amerikanischer Musikgeschichte und Theorie auseinander und erarbeiten eine spartenübergreifende Performance zu George Gershwins weltberühmter „Rhapsody in Blue“.

Ein besonderes Highlight von KUNSTVOLL: vereint werden nicht nur unterschiedliche Schulfächer, sondern ebenso eine Vielfalt an Betrachtungsperspektiven, bei denen neben der Musikpraxis auch Schauspiel, Tanz, historische Bezüge und musikhistorische Zusammenhänge Beachtung finden. Jens Weismantel, Musiklehrer der Karl-Rehbein Schule, empfindet die Teilnahme an den Projekten als absolute Bereicherung und hebt hervor: „Für die Karl-Rehbein Schule ist die Kooperation mit der Jungen Deutschen Philharmonie im Rahmen von KUNSTVOLL ein absoluter Glücksfall. Selten habe ich Schülergruppen so motiviert und so kreativ erlebt wie in diesen Projekten. Besonders gefällt mir einerseits der Praxisbezug, der durch den Kontakt mit den Musikern, aber auch durch die Anlage des Projekts an sich entsteht. Aber auch die Vielfalt der Betrachtungen und Perspektiven ist ein großes Plus dieser Projekte.”

Das Konzept von KUNSTVOLL hat damit nicht zuletzt für die Schüler einen großen Mehrwert. Theoretisches Schulwissen kann im Prozess der Projektkonzeption und Umsetzung gemeinsam mit den beteiligten Kultureinrichtungen mit Leben gefüllt und um eigene Erfahrungen bereichert werden. Die aktive Mitgestaltung erweitert den Horizont der Schüler durch das Fachwissen der Experten. Umgekehrt tragen die Schüler durch ihre Kreativität und Faszination zum Gelingen des Projektes bei. Dies fördert nicht nur die persönliche Entwicklung der Schüler, sondern weckt in manchem ungeahnte Fähigkeiten.

Neugierig? Dann bewerben Sie sich bis zum 19. April 2018!

Wer? Bewerben können sich alle allgemeinbildenden Schulen, ab der Sekundarstufe I, berufsbildende Schulen und Kultureinrichtungen aus dem Gesellschaftergebiet des Kulturfonds: also aus den Städten Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Oestrich-Winkel, Offenbach und der Landeshauptstadt Wiesbaden, aus dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis.

Was? Die Förderung durch KUNSTVOLL lässt viel Raum für kreative Ideen und innovative Partnerschaften. Neben der Kunstsparte können auch Thema und Form der Projekte frei gewählt werden. Besonders große Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung haben Projektideen, die in den Lehrplan und in möglichst viele Unterrichtsfächer eingebunden sind. Darüber hinaus sollten Schulleitung und Lehrerkollegium die kreativen Projektideen tatkräftig unterstützen. Ebenso wichtig: die Projektgestaltung sollte sich am Erfahrungstand der Schüler orientieren und diese auf kreative Art und Weise mit einbeziehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Konzeption und Umsetzung der Vorschläge gemeinsam mit Künstlern und Kunstpädagogen entwickelt und erarbeitet werden.

Wie? Aussagekräftige, der Projektbeschreibung und –planung entsprechende Anträge von Schulen und Kultureinrichtungen können gemeinsam von diesen ab dem 15. Januar 2017 gestellt werden und müssen bis zum 19. April 2018 online oder auf postalischem Weg beim Kulturfonds eingegangen sein. Unter http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll finden Interessierte alle Informationen rund um das kulturelle Bildungsprojekt, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsverfahren sowie das entsprechende Antragsformular.