Auch für das Schuljahr 2016/2017 ruft der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wieder Schulen und Kultureinrichtungen auf, sich für das kulturelle
Bildungsprojekt zu bewerben

Bereits zum vierten Mal ruft der Kulturfonds Frankfurt RheinMain Schulen und Kultureinrichtungen aus der Rhein-Main-Region auf, sich für die Förderung
von gemeinsamen kulturellen Bildungsprojekten zu bewerben. Seit 2013 ermöglichte der Kulturfonds mit dem Projekt bereits rund 50 Kooperationen, auch für das laufende Schuljahr 2015/2016 war der Bewerbungsandrang sehr groß. „KUNSTVOLL hat sich als erfolgreiches Projekt für Kulturvermittlung in der Rhein-Main-Region einen Namen gemacht und etabliert. Es ist schön, dass das Interesse nach wie vor ungebrochen ist und wir auch im kommenden Schuljahr Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben können, kreativ zu werden und mit Kultur-Profis eng zusammenzuarbeiten“, so der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller.

Ab sofort bis zum 11. Mai 2016 bewerben!

Während die diesjährigen Partnerschaften aus Schulen und Kultureinrichtungen mitten in der Projektarbeit stecken, ruft der Kulturfonds bereits ab sofort alle kulturbegeisterten Schülerinnen und Schüler, Künstler und Kunstpädagogen zur gemeinsamen Bewerbung für das kommende Schuljahr und die vierte Runde von KUNSTVOLL auf. Herzlich eingeladen sind alle allgemeinbildenden Schulen mit den Sekundarstufe I und II (von der Realschule und Förderschule über die Gesamtschule, Hauptschule und das Gymnasium – und natürlich auch weiterführende berufliche Schulen) sowie Kultureinrichtungen aus den Städten Darmstadt, Frankfurt, Hanau, dem Hochtaunuskreis, dem Main-Taunus-Kreis und der Landeshauptstadt Wiesbaden. Zum Kulturfonds neu hinzugekommen ist außerdem Bad Vilbel, so dass sich erstmals auch Schulen und Kultureinrichtungen von dort für KUNSTVOLL bewerben können. Sowohl Thema als auch Form des Projekts können von den Kulturpartnern frei gewählt werden. Das bietet viel Raum für kreative und innovative Kulturpartnerschaften und Ideen: Ob nun Ausstellung, Theaterstück, Konzert oder Tanzperformance – für eine Förderung im Rahmen von KUNSTVOLL kommen alle Kunstsparten in Frage. Die Bewerbungsfrist für das Schuljahr 2016/2017 läuft noch bis zum 11. Mai 2016.
Auch Teilnehmer der letzten Förderrunden können sich erneut bewerben – Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind hilfreich, jedoch keine notwendige Voraussetzung.

Sollte sich die Auswahl einer Kultureinrichtung für eine Schule schwierig gestalten oder umgekehrt einer Kulturinstitution das Netzwerk zur Schulgemeinschaft in der Region fehlen, unterstützt der Kulturfonds Interessierte gerne mit persönlicher Beratung bei der Suche nach dem passenden Partner. Zudem können sich Kultureinrichtungen, die Interesse an KUNSTVOLL haben, auf der Homepage des Kulturfonds (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/antrag-stellen) listen lassen.

Nach einer erfolgreichen Bewerbung und der Förderungsbewilligung arbeiten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit professionellen Künstlern und Kulturschaffenden während eines gesamten Schuljahrs an einem Projekt und präsentieren ihre Arbeit bis zu den Sommerferien. Den Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit gegeben, theoretische Grundlagen aus dem Unterricht in die Praxis umzusetzen und so aktiv ein Kulturprojekt von Anfang bis Ende kreativ mitzugestalten und umzusetzen. Dabei werden sie von Pädagogen, Künstlern und Kunstvermittlern unterstützt und profitieren von deren Erfahrungen und Verbindungen. Auch für die Kultureinrichtungen ist das Förderprogramm eine einmalige Chance, spannende Projekte zu verwirklichen und obendrein noch eine junge Zielgruppe für Kunst und Kultur zu begeistern. Die einzelnen Projekte werden mit bis zu 15.000 Euro Fördersumme bezuschusst.

Pläne schmieden, Proben und Premierenfieber

Auch am Ende dieses Schuljahres werden im Rahmen von KUNSTVOLL 20 innovative Kulturpartnerschaften ihre Projekte der Öffentlichkeit
vorstellen. Derzeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Projektpartnern mit Hochdruck an ihren Abschlusspräsentationen, die u. a. mit Kunstausstellungen, Tanzperformances und Theaterstücken die verschiedenen Kunstsparten abdecken.

Dabei weckt KUNSTVOLL auch in diesem Schuljahr die Begeisterung aller Beteiligten wie etwa bei Steffen Conradi von der Oranienschule
in Wiesbaden: „Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine willkommene Abwechslung, neben dem normalen Schulunterricht ihr erlerntes Wissen in einem eigenen Projekt praktisch umzusetzen. Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder und Jugendlichen auf diese Begegnung einlassen, eigene Positionen finden und sich geradezu faszinieren lassen von den vielfältigsten Erscheinungsformen künstlerischen Ausdrucks. Wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Ausstellungsbesuche und natürlich besonders auf den abschließenden Höhepunkt im Sommer, wenn die Schülerarbeiten im Bellevue-Saal ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden.“ Die Wiesbadener Oranienschule setzt zusammen mit dem Kunstverein Bellevue-Saal Wiesbaden das Projekt „innen/aussen/räume“ um. Im Zentrum des KUNSTVOLL-Projektes stehen die Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen mit zeitgenössischer Kunst und die Begegnung mit Kunstwerken im Ausstellungskontext.

Die KUNSTVOLL-Kooperation „Satie aujourd’hui“ („Satie heute“) ist ein Projekt zwischen der Jungen Deutschen Philharmonie, der Kulturvermittlerin Anni Komppa und dem Musikleistungskurs der Karl-Rehbein Schule Hanau. Aktuell beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler verstärkt mit Erik Satie, der als Komponist des frühen 20. Jahrhunderts stark die Neue Musik beeinflusste, und dessen Werk Parade. Nach der Abiturprüfung und den Osterferien startet dann die praktische Projektphase, in der die Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Jungen Deutschen Philharmonie auf Basis Saties ein eigenes musikalisches Stück erarbeiten und aufführen werden. Janina Schmid von der Jungen Deutsche Philharmonie ist bereits voller Vorfreude: „Es ist für uns eine unglaubliche Bereicherung, mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten. Die jungen Leute waren schon beim ersten Zusammentreffen bei unserem 1822-Neujahrskonzert in der Alten Oper sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Wir alle fiebern schon den gemeinsamen Proben und vor allem der Abschlusspräsentation im Sommer entgegen.“

30 erfolgreich durchgeführte und 20 laufende Projektpartnerschaften zeigen, dass KUNSTVOLL von den Schulen und Kultureinrichtungen in den Trägerstädten und -kreisen des Kulturfonds gut angenommen wird. Der Fonds und alle Beteiligten sind stolz auf das seit 2013 laufende Förderungsprogramm. „Ich bin sehr gespannt auf die diesjährigen Bewerbungen und freue mich auf die erwartungsgemäß phantasievollen und ideenreichen Projektanträge“, erklärt Müller mit Blick auf die Bewerbungsfrist. In diesen Tagen versendet der Kulturfonds an die verschiedenen Schulen und Kulturinstitutionen in den Trägerstädten und -kreisen einen Informations-Flyer, dem die Lehrkräfte und Kulturschaffenden alle Informationen rund um KUNSTVOLL entnehmen können. Zudem sind Informationen zum Bewerbungsverfahren, zur Frage nach Partnern sowie zur Antragseinreichung auf der Homepage unter www.kulturfonds-frm.de/kunstvoll zu finden.

Anträge und Fragen sind zu richten an:

Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
z. H. Claudia Oberschäfer
Ludwig-Erhard-Anlage 1–5,
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel 06172/999 4695 – Mail: kunstvoll@kulturfonds-frm.de

Das Programm KUNSTVOLL

Der Kulturfonds führt das Pilotprojekt gemeinsam unter großzügiger Beteiligung seiner Partner durch, die sich bereits für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kunst einsetzen. Dazu zählen die Deutsche Vermögensberatung AG DVAG (Frankfurt am Main), Fresenius SE&Co.KGaA (Bad Homburg
vor der Höhe), die Mainova AG (Frankfurt am Main) sowie die Stiftung Polytechnische Gesellschaft (Frankfurt am Main).