Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Klangkunst trifft Industriekultur“ konnte der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gemeinsam mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain für den Sommer 2015 herausragende Künstlerinnen und Künstler gewinnen, um die Geschichte regionaler Industriedenkmäler für das Publikum hör- und sichtbar zu machen. „Wenn die Klangkünstler historische Klänge und Geräusche der verschiedenen Industriestandorte ein- und nachbauen und diese mit Bildern, Texten und anderen Materialien mischen, erwecken sie die Gebäude zum Leben und leisten so einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Region“, erklärt Dr. Julia Cloot, Initiatorin der Projektreihe, Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Bedeutung von „Klangkunst trifft Industriekultur“. Das Spektrum der hochwertigen Arbeiten reicht dabei von großräumigen multimedialen Installationen bis zur Klangskulptur. Zeitlich bündeln sich die Angebote zu den „Tagen der Industriekultur Rhein-Main 2015“, die vom 17. – 26. Juli 2015 von der KulturRegion veranstaltet werden.

Für den Sommer 2015 laden der Kulturfonds und die KulturRegion alle Interessierten herzlich zu den folgenden innovativen Klangkunst-Projekten ein:

  • Den Auftakt für den „Klangkunst trifft Industriekultur“-Sommer bildet 2015 die Installation „Volumen/Plattform“ vom Künstler Jens Brand in der Walkmühle in Wiesbaden. Der Berliner befasst sich in dieser Arbeit mit dem Klang als Linie in einem Körper und mit der physischen Präsenz von akustischen Ereignissen im Spannungsfeld zwischen zwei- und dreidimensionalem Raum. Eröffnet wird die Installation am Freitag, 26. Juni 2015, um 18 Uhr. Einlass ist ab 17.30 Uhr.
  • Mit der Installation „Tower of Resonance“ der Künstlerin Helga Griffiths wird der historische Wasserturm ab Freitag, 10. Juli 2015, 15 Uhr in Rodgau-Jügesheim in ein fluoreszierendes, begehbares Instrument transformiert. Während des Aufgangs sind leise Klänge zu hören, die oben im Turm von den Besucherinnen und Besuchern selbst verstärkt und beeinflusst werden können.
  • „The Phrix Soundwalk“ ist eine ortsspezifische Komposition für Smartphones. Das Werk des aus Montreal stammenden Künstlers Robin Minard ist um und auf dem Gelände der ehemaligen PHRIX Papierfabrik in Hattersheim-Okriftel zu hören. Klänge und Geschichten des Ortes werden mit Erzählungen von Menschen, die mit der ehemaligen Fabrik verbunden sind, zu einem akustischen Portrait verwoben. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 15. Juli 2015, um 18 Uhr statt.
  • Ab Freitag, 24. Juli 2015, 20 Uhr ist die Galerie ARTlantis in Bad Homburg, eine ehemalige Papiermühle, Gastgeberin für die Installation „Wellenformen“ von Julius Stahl. Klingendes Papier ist auch der Ausgangspunkt der Installation, die durch Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen ergänzt wird: Resonanzobjekte, Photogramme und Kohlezeichnungen eröffnen eine neue Beziehung des Sehens und Hörens. Begleitend wird zudem die Ausstellung „Klangkunst – a German Sound“ des Deutschen Musikrates zu sehen und hören sein
  • Im Gegensatz zur Dokumentation der Architektur und des Lichteinfalls ist über die Klangwelt, die den Peter-Behrens-Bau akustisch prägte, wenig bekannt. Was hat der Architekt gehört, als er vor Ort seine ersten Ideen entwarf? Die Arbeit „Listening to a Building” von Christina Kubisch ist der Versuch, in Form einer Klanginstallation dem Behrens-Bau diese fehlende akustische Ebene zurückzugeben. Die Klanginstallation kann nur im Rahmen einer Führung und nach vorheriger Anmeldung am 18. oder 25. Juli besucht werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Installationen sowie die Adressen und Öffnungszeiten erhalten Sie auf Nachfrage beim Kulturfonds (j.cloot@kulturfonds-frm.de) bzw. unter Veranstaltungen

 


Adressen und Öffnungszeiten zu den einzelnen Installationen:

  • „Volumen/Plattform“ von Jens Brand
    Walkmühle 1
    Bornhofenweg 9, 65195 Wiesbaden
    Geöffnet vom 27. Juni bis 26. Juli 2015, immer Mittwoch und Freitag von 17:00 bis 20:00 Uhr,
    Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag 11.00 bis 19.00 Uhr.

  • „Tower of Resonance“ von Helga Griffiths
    Wasserturm Rodgau Jügesheim
    Am Wasserturm, 63110 Rodgau
    Geöffnet am:
    Samstag, 11. Juli 2015: 14.00 – 19.00 Uhr
    Sonntag, 12. Juli 2015: 11.00 – 17.00 Uhr
    Freitag, 17. Juli 2015: 17.00 Uhr open end
    Samstag, 18. Juli 2015: 10.00 Uhr open end
    Sonntag, 19. Juli 2015: 11.00 – 17.00 Uhr
    Freitag, 24. Juli 2015: 17.00 – 20.00 Uhr
    Samstag, 25. Juli 2015: 14.00 – 19.00 Uhr
    Sonntag, 26. Juli 2015: 11.00 – 17.00 Uhr

  • „The Phrix Soundwalk“ von Robin Minard
    PHRIX Okriftel
    Rheinstraße 3 , 65795 Hattersheim am Main
    Geöffnet vom 17. bis 26. Juli 2015, immer Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr
    sowie Samstag und Sonntag von 11.00 bis 19.00 Uhr.

  • „Wellenformen“ von Julius Stahl
    Galerie ARTlantis
    Tannenwaldweg 6, 61350 Bad Homburg v. d. Höhe
    Geöffnet vom 25. Juli bis 30. August 2015, immer Freitag von 15.00 bis 18.00 Uhr
    sowie Samstag und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr

  • „Listening to a Building“ von Christina Kubisch
    Industriepark Höchst – Peter-Behrens-Bau
    Treffpunkt: Besucherempfang Tor Ost, Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt am Main Bitte beachten Sie: Besichtigungen sind nur im Rahmen der Führungen und nach Anmeldung möglich; Es können maximal 50 Teilnehmer pro Führung teilnehmen. Mindestalter ist 14 Jahre, Personalausweis erforderlich, Rauchen auf dem Gelände verboten. Anmeldungen bitte an Frau Dagmar Demmig (dagmar.demmig@infraserv.com).
    Samstag, 18. Juli 2015 um 12.00, 13.30 und 15.00 Uhr: „Umbautes Licht – Führungen durch den Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst“
    Samstag, 25. Juli 2015 um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr „Der gestaltete Industriepark – die farbige Welt des Industrieparks Höchst“

 


Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als GmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem auch Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft.

Die KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH ist ein freiwilliger, Bundesländer übergreifender Zusammenschluss von 40 Städten, Kreisen und dem Regionalverband in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Ziel ist es, die regionale Kultur zu vernetzen, zu bündeln und gemeinsam attraktive Kulturangebote zu schaffen. Sie zeigen die Region mit ihrer Vielfalt und ihren verschiedenen Facetten und schaffen Bewusstsein für ihre Schönheit und ihren kulturellen Reichtum. Sie ist das Kompetenz-Zentrum für nachhaltiges Vernetzen und Gestalten, qualitative Weiterentwicklung und attraktive Präsentation von regionaler Kultur in der Metropolregion FrankfurtRheinMain.