Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain initiiert 2012 das spartenübergreifende Verbund­projekt „Impuls Romantik. Rheinromantik – Mainromantik“. In der Sitzung des Kulturausschusses wurden dafür am 25. Mai in Bad Homburg die ersten Förderungen beschlossen. Auf Anregung und mit Förderung des Kulturfonds starten das Staatstheater Darmstadt, die Alte Oper Frankfurt, das Städel Museum, das Freie Deutsche Hochstift und weitere Partner mit hochkarätigen Kulturprojekten ab dem Frühjahr 2012.

Das Freie Deutsche Hochstift plant mit „Fantasie-Bilder. Illustrationen deutscher Märchen“ erstmals eine Ausstellung der berühmtesten Illustrationen der Grimmschen Märchen; das Städel Museum geht mit „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ den Schatten- und Nachtseiten der Künstler der Romantik und ihren Nachwirkungen nach; das Staatstheater Darmstadt bringt erstmals die Gesamtfassung „Les Troyens“ von Hector Berlioz zur Aufführung, während die Alte Oper Frankfurt u. a. Kompositionsaufträge an junge Komponisten zu Liedtexten der Romantik vergeben wird.

„Nach unserem ersten Kooperationsprojekt Phänomen Expressionismus“, so der Grün-dungsgeschäftsführer des Kulturfonds, Prof. Dr. Herbert Beck, „können die Kultureinrichtungen aus Frankfurt RheinMain abermals belegen, wie reich an verbindendem kulturellen Erbe die Rhein-Main-Region ist. Wir wollen aber auch zeigen, dass dieses Erbe Verpflichtung zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur bedeutet.“

Neben dem Impuls Romantik wurden weitere Initiativen gestartet, etwa zur zeitgenössi-schen Fotografie im Rahmen des Schwerpunktthemas Frankfurt RheinMain als Transfor­mator der Moderne in Europa. Unter dem Arbeitstitel „Zeit – Zukunft als Geschichte“ ist für 2012 eine Verbundausstellung in Frankfurt und Darmstadt in Vorbereitung, die acht Institutionen verbindend den Reichtum der hier angesiedelten Sammlungen erschließen wird. Im Jahr der documenta 13 bedeutet dies einen weiteren starken Akzent für Hessen als Zentrum zeitgenössischer Kunst.

Zu nennen ist ebenso die Förderung eines ausgreifenden Vorhabens des Deutschen Film­instituts, Frankfurt a. M. anlässlich des 30. Todestages von Rainer Werner Fassbinder.

Der Kulturfonds, der seine Arbeit im Mai 2008 aufnahm, geht auf diese Weise sein viertes Förderjahr an. Bislang konnte er dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter insgesamt über 15 Mio. € zugunsten von national und international strahlkräftigen Projekten namhafter Kunst- und Kultureinrichtungen der Rhein-Main-Region aufbringen. Die derzeitigen Gesellschafter sind: Hessen, Frankfurt a. M., Darmstadt, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis.

Turnusgemäß hat das Aufsichtsgremium einen neuen Vorsitzenden gewählt. Auf Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, folgt nun der Landrat des Hochtau-nuskreises, Ulrich Krebs. Stellvertretende Vorsitzende sind derzeit Staatssekretär Werner Koch, Wiesbaden, Landrat Berthold Gall, Hofheim a. T. und Prof. F. Semmelroth.

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