Zur Identität der Rhein-Main-Region beigetragen

Aus familiären Gründen beendet Professor Dr. Herbert Beck bereits zum 1. März, zwei Monate vor regulärem Vertragsende, seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain. 2008 hatte Beck auf Wunsch der Gesellschafter die Aufgabe des Gründungs-Geschäftsführers übernommen.

In den ersten vier Jahren seit Gründung des Kulturfonds richtete Herbert Beck Schwerpunktthemen ein, um die Fördertätigkeit des Kulturfonds deutlich zu strukturieren und damit Kooperationen zwischen den Kulturinstituten in Frankfurt RheinMain zu befördern. „Durch diese gemeinsame Arbeit an übergeordneten Themen haben wir sowohl zur Identität der Rhein-Main-Region beigetragen als auch die Erarbeitung von Projekten unterstützt, die nationale und internationale Aufmerksamkeit gefunden haben und finden“, hob Beck hervor. Dem Kulturfonds gehören neben dem Land Hessen und den Städten Darmstadt und Frankfurt der Hochtaunus- und der Main-Taunus-Kreis an. Die Stadt Wiesbaden ist dem Kulturfonds dieser Tage beigetreten.

„Phänomen Expressionismus“ führte seit 2009 mehr als 20 Kooperationspartner in den künstlerischen Bereichen der Bildenden Kunst, des Films und der Musik zusammen, deren Projekte über 500.000 Besucher erreichten. Beispielhaft zu nennen sind die Uraufführung der nach dem Fund fehlender Passagen in Argentinien restaurierten Fassung des legendären Films von Fritz Lang „Metropolis“ in der Alten Oper. Daneben die Kirchner-Ausstellungen in Frankfurt und Darmstadt, die Ausstellungen zum „Blauen Reiter“ in Hofheim, „Gesamtkunstwerk Expressionismus“ in Darmstadt, „Das Geistige in der Kunst“ im Museum Wiesbaden, „Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet“ im Museum Giersch, im Städel „Max Beckmann und Amerika“, im Jüdischen Museum die Ausstellung des bildnerischen Werks von Else Lasker-Schüler. Hinzu kamen eindrucksvolle Konzerte, einschließlich neuer Kompositionen, des Ensemble Modern und der Jungen Deutschen Philharmonie.

Das Schwerpunktthema „Transformator der Moderne“ ermöglichte die „Tanzoffensive“ des Mouson-Turm mit Gastspielen international berühmter Gruppen in der Jahrhunderthalle sowie den Aufbau der neuen Tanzkompanie „Kidd Pivot“. Erfolgreich erwies sich die Zusammenführung des Internationalen Musikinstituts Darmstadt, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, des Ensemble Modern sowie des Hessischen Rundfunks zu dem weithin beachteten Festival für Neue Musik „cresc…“. Noch in diesem Jahr werden unter dem Titel “RAY 2012“ alle Kompetenzen von Frankfurt RheinMain des Bereichs künstlerischer Photographie mit einer Serie von Ausstellungen reüssieren.

„Impuls Romantik“, Schwerpunktthema der Jahre 2012-2014, lässt die zentrale Bedeutung der Rhein-Main-Region für die Ausgestaltung und Verbreitung der Romantik in Europa in Landschaftsgärten, Musik, Bildender Kunst und Literatur durch regional verzweigte Projekte nachvollziehbar werden. Den Auftakt bildet das „Deutsche Chorfest“ in Frankfurt im Juni dieses Jahres, das ein roter Faden der Romantik durchzieht. Ein erstes, umfassenderes Programm der umfangreichen Veranstaltungsreihe zu „Impuls Romantik“ liegt in Kürze vor.

2015/2016 richtet sich der Blick auf die historische Herkunft von Frankfurt RheinMain und seiner bis heute bestimmenden ökonomischen, kulturellen und politischen Wurzeln seit der Epoche der Karolinger. Eine umfassende Ausstellung höchsten wissenschaftlichen und künstlerischen Anspruchs im neuen Historischen Museum Frankfurt sowie Präsentationen in karolingischen Gründungen der Region werden die gemeinsame und verbindende Herkunft unserer, Europa wesentlich prägenden Region offen legen. Gründliche Forschungen eines ausgesuchten Kreises von internationalen Fachleuten sowie koordinierte Gespräche zwischen den relevanten hiesigen Geschichtsvereinen versprechen schon heute hierfür perspektivische und Identität stiftende Erkenntnisse.

„Meine Tätigkeit“, so Beck, „beende ich in der Überzeugung, zur Zusammenführung der Region Anstöße gegeben zu haben, was nicht zuletzt der fruchtbaren Zusammenarbeit von Institutionen und Persönlichkeiten des kulturellen Lebens in Frankfurt RheinMain zu verdanken ist“.

Presse Kulturfonds Frankfurt RheinMain:
Mediakontakt Laumer . Biegenstraße 46 . 35037 Marburg . www.mediakontakt-laumer.de
Alexandra Klusmann . Tel +49.6421.69009-13 .

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