Nun ist es amtlich. Die Stadt Hanau ist notariell beglaubigte Gesellschafterin des Gemeinnützigen Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Auf der Grundlage eines Beschlusses der Stadtverordneten vom Sommer 2012 hatten beide Seiten zunächst ein Kooperationsabkommen geschlossen, dass die rasche Aufnahme der gemeinsamen Fördertätigkeit für zusätzliche Projekte insbesondere im Rahmen des Schwerpunktthemas „Impuls Romantik“ des Kulturfonds erlaubte. Nach Klärung der für den eigentlichen Beitritt als Gesellschafter erforderlichen Rechtsschritte hat der Kulturfonds am 13. Juni 2013 im Wege eines notariellen „Geschäftsanteile-Abtretungsvertrags“ Hanau als Gesellschafterin aufgenommen. Hierfür hat der Hochtaunuskreis einen entsprechenden Geschäftsanteil abgetreten.

Landrat Ulrich Krebs: „Kunst und Kultur mit ihrer Ausstrahlung für die gesamte Metropolregion Frankfurt RheinMain sind überaus wichtig. Wir freuen uns, dass die Brüder-Grimm-Stadt Hanau ihr historisches und kulturelles Gewicht künftig in die Arbeit des Kulturfonds einbringen wird. Davon werden sowohl die Stadt Hanau als auch die gesamte Region nachhaltig profitieren“.

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky erklärt: „Mit dem Beitritt zum Kulturfonds Frankfurt RheinMain dokumentiert die Brüder-Grimm-Stadt Hanau, welchen Stellenwert Kunst und Kultur in unserer Stadt und der Region besitzen. Er ist ebenso ein deutliches Zeichen für die regionale Zusammenarbeit in unserer Kulturregion“.

Zugleich haben die Gesellschafter den Anlass zu einer demographisch begründeten Justierung der Gewichtungen im Fonds genutzt. Der Main-Taunus-Kreis hat einen Geschäftsanteil gleicher Höhe wie der Hochtaunuskreis an die Stadt Wiesbaden abgetreten, welche ihrerseits in 2012 dem Kulturfonds 2012 beigetreten ist.

Die gemeinsame Fördertätigkeit von Kulturfonds und Hanau läuft freilich bereits dank des vor­­geschalteten Kooperationsabkommens. Jüngste Beispiele: Die Förderung der Produktion „Swanhwita“, der schwedischen Adaption von „Brüderchen und Schwesterchen“ im Rahmen der Brüder Grimm Märchenfestspiele (Premiere am 21. Juni 2013) sowie die Unterstützung der Ausstellung „Goethes zweiter Fritz. Der Hanauer Maler Friedrich Bury (1763–1823)“. Sie ist zurzeit in Weimar zu sehen. Ab 20. August 2013 wird sie in Hanau gezeigt. Von dort aus geht es auf Anregung des Kulturfonds in die „Casa di Goethe“ in Rom, der Stadt, in der Bury 17 Jahre lebte.


 

Den Kulturfonds tragen das Land Hessen; Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Hanau; der Main-Taunus- sowie der Hochtaunus­kreis. Dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter hat der Kulturfonds bislang rund 28 Millionen Euro zugunsten von national und international strahlkräftigen Projekten aufgebracht.


 

Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe
Vorsitz des Kulturausschusses: Landrat Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis)
Vorsitz des Kuratoriums: Staatsministerin a. D. Ruth Wagner
Geschäftsführung: Dr. Albrecht von Kalnein

Für weitere Informationen: Dr. Albrecht von Kalnein . Tel. +49.6172.9994692


 

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