Kulturfonds Frankfurt RheinMain ruft Schulen und Kultureinrichtungen zur Teilnahme an seinem Jugendprojekt auf.

Bereits zum zweiten Mal ruft der Kulturfonds Frankfurt RheinMain Schulen und Kultureinrichtungen aus der Region dazu auf, Anträge zur Förderung von kulturellen Gemeinschaftsprojekten zu stellen. „Mit unseren Projekten zur kulturellen Bildung gehen wir einen Schritt hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung – Schule kann der Ort sein, an dem mehr vermittelt wird als nur der vorgegebene Schulstoff. Deswegen freuen wir uns, dass wir Schulen und Kultureinrichtungen auch 2014/2015 die Chance bieten können, mit finanzieller Unterstützung des Kulturfonds eine gemeinsame Idee in die Tat umzusetzen“, sagte der Geschäftsführer des Kulturfonds, Dr. Helmut Müller.

„kunst voll“ – Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Schülern

„kunst  voll“ – das bedeutet Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen professionellen Künstlern und Schülern. Im Verlauf eines ganzen Schuljahres arbeiten sie an der Gestaltung ihres Projektes, die Präsentation erfolgt noch vor den Sommerferien 2015. Schüler tanzen, malen, schreiben, spielen Theater – der künstlerischen Ausdrucksweise und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt, die Themen sind frei wählbar. Die Jugendlichen erschließen sich so faszinierende Welten und begreifen ihr theoretisches Wissen neu. Für Schulen eröffnen sich durch die Synergie außergewöhnliche pädagogische Möglichkeiten.

Die Zusammenarbeit der Künstler und Schüler beruht auf einer Kooperationserklärung der Kultureinrichtungen und Schulen. Gemeinsam bewerben sich diese um eine Förderung durch den Kulturfonds. Der Antrag dafür muss bis zum 31. Mai 2014 gestellt sein.

„Mit kunst voll realisieren wir den Wunsch, Kindern den Zugang zur Kultur unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Schulen mit künstlerischen Schwerpunkten sind ebenso eingeladen wie gerade auch die Schulen, die bisher noch keine Erfahrungen im Bereich der Kulturvermittlung haben. Wir wollen einen Stein ins Rollen bringen, keinen Elitewettbewerb ausrufen“ betont Müller und fährt fort: „Mit der Vorgabe, dass sich innerhalb der Projektumsetzung Profis und Schüler so oft wie möglich und gegenseitig im Projekt treffen, holen wir die Kunst buchstäblich in die Schule und Schulen in die Kultureinrichtungen. Wir tragen so dazu bei, Kontaktängste abzubauen und begeistern bei den Abschlusspräsentationen auch noch Familie und Freunde für die Kultur in ihren unterschiedlichsten Ausdrucksformen“.

10.000 „kunst voll“-Bewerbungsflyer werden versandt

Mit rund 10.000 Flyern informiert der Kulturfonds ab sofort über den anstehenden zweiten Durchlauf von „kunst voll“ und die Voraussetzungen für eine Bewerbung. Adressaten sind Schulen, Kultureinrichtungen, sowie Städte, Gemeinden, Landkreise und Förderer von Kunst und Kultur.

Der Kulturfonds lädt darin alle allgemeinbildenden Schulen (Sekundarstufe I und II), weiterführende berufliche Schulen sowie Kultureinrichtungen aus Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Wiesbaden, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis dazu ein, sich für „kunst voll“ zu bewerben. Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten oder eine bereits vorhandene Ausrichtung der Schulen auf eine Kultursparte sind für eine erfolgreiche Bewerbung nicht erforderlich. Ebenso sind alle Kunstsparten herzlich willkommen.

Die von Vertretern beider Partner unterzeichneten Bewerbungsanträge auf Projektförderung sollten in Papierform bis zum 31. Mai 2014 (Poststempel) und gleichzeitig auf elektronischem Weg (pdf-Format) an den Kulturfonds gerichtet werden. Voraussetzung ist, dass die Kooperationspartner entweder eine öffentliche oder eine private gemeinnützige Körperschaft sind. Schulen, die sich bewerben möchten, aber keinen Kulturpartner finden, unterstützt der Kulturfonds bei der Suche: Auf der Homepage des Kulturfonds werden die Kultureinrichtungen gelistet, die Interesse an einer Partnerschaft für „kunst voll“ besitzen. Gerne steht der Kulturfonds auch für eine weitergehende Suche zur Verfügung. Dieses Angebot richtet sich auch an Kultureinrichtungen – sie können sich innerhalb der Bewerbungsfrist auf diese Internetseite setzen lassen oder in einem persönlichen Gespräch mit dem Fonds auf die Suche nach einem schulischen Partner gehen.

Alle Informationen rund um das Bewerbungsverfahren, eine Beratung in Fragen der Partnerschaften sowie zur Antragseinreichung finden Sie unter: www.kulturfonds-frm.de/kunst-voll.

Anträge und Fragen sind zu richten an:

Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
z. H. Claudia Oberschäfer, Ludwig-Erhard-Anlage 1 – 5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel 06172.999.4695,
www.kulturfonds-frm.de/kunst-voll

Zum Programm „kunst voll“

Gestartet im Herbst 2013 verbindet „kunst voll“ Kunst und Schule in einer neuen Art und Weise: Professionelle Künstler unterstützen Schüler in mehrmonatiger Zusammenarbeit, kreativ zu sein. Im Pilotjahr 2013/2014 wurden dafür bereits über 150.000 Euro zur Verfügung gestellt, aus denen 13 vielversprechende Kooperationen zwischen Frankfurter Kultureinrichtungen und Schulen aus den Trägerstädten und -kreisen des Fonds bezuschusst wurden. Der Kulturfonds führt das Pilotprojekt gemeinsam unter großzügiger Beteiligung seiner Partner durch, die sich bereits für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kunst einsetzen. Dazu zählen die Close Brothers Seydler Bank AG (Frankfurt am Main), die Crespo Foundation (Frankfurt am Main) sowie die Evonik Industries AG (Darmstadt, Hanau).


 

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als gGmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem auch Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter konnte er bislang rund 32 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen.


 

Der Kulturausschuss des Kulturfonds besteht aus 24 Mitgliedern, die von den Gesellschaftern entsandt werden. Eine der Hauptaufgaben des Kulturausschusses ist es, die Durchführung kultureller Projekte zu beschließen. Vorsitzender des Kulturausschusses ist Oberbürgermeister Jochen Partsch (Darmstadt). Seine Stellvertreter sind Staatssekretär Ingmar Jung (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Prof. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft (Frankfurt), Rose-Lore Scholz, Dezernentin für Schule, Kultur und Integration (Wiesbaden) und Landrat Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis).


 

Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe
Vorsitz des Kulturausschusses: Oberbürgermeister Jochen Partsch (Darmstadt)
Vorsitz des Kuratoriums: Staatsministerin a. D. Ruth Wagner
Geschäftsführung: Dr. Helmut Müller
Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin: Dr. Julia Cloot

Für die Presse: DIRK METZ Kommunikation . Bockenheimer Landstraße 51–53 . 60325 Frankfurt am Main
Tel +49.069.24008445 .