Oberbürgermeister Claus Kaminsky: „Großer Gewinn für die Stadt Hanau und vor allem für unsere Kunst- und Kulturlandschaft“.

In Hanau haben der Oberbürgermeister der Stadt, Claus Kaminsky, und der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller, heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz eine sehr positive Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr Hanaus als Gesellschafterin des Kulturfonds gezogen. „Was im Sommer 2012 mit einem Kooperationsabkommen begonnen hatte und vor einem Jahr in eine feste Rolle als Gesellschafterin mündete, hat sich ohne jeden Zweifel als großer Gewinn für die Stadt Hanau und vor allem für unsere Kunst- und Kulturlandschaft erwiesen“, resümierte Oberbürgermeister Kaminsky gleich zu Beginn der Pressekonferenz.

„Hanau ist eine echte Bereicherung für den Kulturfonds. Und wir sind dankbar für die fruchtbare und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit mit der Stadt. Und das Miteinander ist ein Beleg dafür, dass die Kooperation im Bereich der Kultur noch nie so eng war wie heute, zum Nutzen aller Beteiligten. Mit ihrem kulturellen Erbe als Brüder-Grimm-Stadt hat die Mitgliedschaft Hanaus die Arbeit des gesamten Fonds im besonderen Maße aufgewertet und erweitert. Hanau hat uns im ersten Jahr viele wertvolle Impulse beschert“, hob der Geschäftsführer des Kulturfonds, Dr. Helmut Müller, hervor.

Rund 340.000 Euro Fördermittel im vergangen Jahr ausgeschüttet

Seit Beginn der offiziellen Mitgliedschaft Hanaus im Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde eine Vielzahl unterschiedlicher und spannender Kulturangebote und -Projekte mit Fördermitteln in Höhe von rund 340.000 Euro unterstützt. „Die Kultureinrichtungen in Hanau sind dankbar, dass durch die Unterstützung des Kulturfonds so viele gute Projekte realisiert werden konnten. Und viele dieser Aktivitäten waren nur dank der Fördermittel möglich. Das zeigt, dass es die richtige Entscheidung war und ist, den Beitritt im vergangenen Jahr vollzogen zu haben“, so Kaminsky.

Aus einer Vielzahl an unterstützten Projekten hoben Kaminsky und Müller insbesondere die Kooperation im Rahmen der Brüder Grimm Festspiele hervor. „Hier ist es gemeinsam gelungen, deren Strahlkraft über die Region hinaus zu stärken. Die Brüder Grimm, ihr literarisches Erbe sowie ihr Wirken, sind für Hanau ein Alleinstellungsmerkmal, das auch dem Kulturfonds am Herzen liegt. Daher war uns die Unterstützung der Brüder Grimm Festspiele, insbesondere zum 30-jährigen Jubiläum in diesem Jahr, ein besonderes Anliegen“, sagte Kulturfonds-Geschäftsführer Müller und ergänzte: „Mit der Förderung des erstmaligen bundesweiten Autorenwettbewerbs für das Stück ‚Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen‘ und der musikalischen Umsetzung des bekannten Märchens ‚Aschenputtel‘ als Musical haben wir nicht nur die Exzellenz der Region gestärkt, sondern sicher dazu beigetragen, nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet viele neue Besucher nach Hanau zu locken“.

Auch die erfolgreiche und gut besuchte Sonderausstellung „Die Franzosen kommen! Hanau in der Zeit Napoleons 1806–1813“ sowie die deutsch-französische Tagung „Napoleon und die Romantik – Impulse und Wirkungen“ sind für Kaminsky und Müller Beispiele für die positiven Auswirkungen des Beitritts zum Kulturfonds. Die Ausstellung zeigte im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe das Leben der Hanauer Bürger, darunter auch die berühmte Familie Grimm, zur damaligen Zeit und ging den Ideen der Romantik auf die Spur. Anlass war die letzte gewonnene Schlacht Napoleons in Deutschland bei Hanau im Jahre Oktober 1813 – auch deshalb findet sich der Name “Hanau” am Arc de Triomphe in Paris. Insgesamt wurde die Ausstellung mit umfangreichem Begleitprogramm, Vorträgen, Führungen und Tagung von über 7.000 Interessierten besucht.

Ein besonderes Highlight für die Bürgerinnen und Bürger Hanaus und der gesamten Region stellte die Ausstellung „Paris mon amour – Picasso, Baumeister, Poliakoff. Meisterwerke des Musée Unterlinden, Colmar“ dar, die u. a. durch Fördergelder des Kulturfonds realisiert wurde. Sie gastierte ebenfalls im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe und beherbergte über einen Zeitraum erstmals in Deutschland von drei Monaten die faszinierende Sammlung von 54 Meisterwerken des Musée Unterlinden in Colmar, darunter Werke berühmter Maler der Moderne, des Impressionismus sowie der abstrakten Malerei der 1940er und 1960er Jahre. Die Ausstellung mit Führungen und Vorträgen konnte über 7.400 Besucher/innen verzeichnen.

Gastspiel der Jungen Deutschen Philharmonie in Hanau als Paradebeispiel für die gezielte Förderung durch den Kulturfonds

Nach den Worten von Oberbürgermeister Kaminsky stand das Gastspiel der Jungen Deutschen Philharmonie unter Leitung von Sir Neville Marriner am 8. September 2014 in besonderer Art und Weise für die positiven Effekte des Beitritts zum Kulturfonds. „Nur Dank der Förderung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain konnten wir den Bürgerinnen und Bürgern Hanaus ein solches Konzert der Meisterklasse präsentieren“, hob Kaminsky nochmals die Bedeutung des Beitritts hervor. Zu dem anspruchsvollen und gelungenen Konzert im Congress Park Hanau kamen Gäste aus der gesamten Region. Der CPH erwies sich dabei erneut als einer der besten Klangräume im Rhein-Main-Gebiet.

Für das laufende sowie das kommende Jahr sind zudem weitere spannende durch den Kulturfonds unterstützte Projekte in Planung. „Hanau ist ein toller Gastgeber und setzt sich mit großer Leidenschaft dafür ein, seinen Projekten Strahlkraft über die Grenzen der Stadt und in die Region hinein zu geben und unterstützt damit ganz hervorragend die Ziele des Kulturfonds“, führte der Geschäftsführer des Kulturfonds Dr. Helmut Müller zum Schluss aus.

 


Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als GmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem auch Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter konnte er bislang rund 32 Mio. Euro Fördermittel bereitstellen.

 


Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe
Vorsitz des Kulturausschusses: Oberbürgermeister Jochen Partsch (Darmstadt)
Vorsitz des Kuratoriums: Staatsministerin a. D. Ruth Wagner
Geschäftsführung: Dr. Helmut Müller
Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin: Dr. Julia Cloot

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