Jugendprogramm „kunstvoll“ ist in der zweiten Runde

19 vielversprechende Kulturpartnerschaften können sich auf Unterstützung durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain freuen.

Auch im Schuljahr 2014/2015 unterstützt der Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen seines Jugendprogramms „kunstvoll“ wieder spannende und vielversprechende Kulturpartnerschaften zwischen 19 Schulen und 18 Kultureinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet. Insgesamt schüttet der Fonds eine Gesamtfördersumme von rund 160.000 Euro an 19 ausgewählte Projekte aus. „kunstvoll“ – das bedeutet Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ zwischen professionellen Künstlern und Schülern mit dem Ziel, im Verlauf eines ganzen Schuljahres an der Gestaltung eines Projektes zu arbeiten und es vor den Sommerferien 2015 zu präsentieren. Bereits zum zweiten Mal hatte der Kulturfonds Schulen und Kultureinrichtungen aus der Region aufgerufen, Anträge zur Förderung von kulturellen Gemeinschaftsprojekten zu stellen. „Auch im aktuellen Schuljahr wollen wir mit ‚kunstvoll‘ zeigen, dass Schule der Ort sein kann, am dem mehr vermittelt wird als nur der vorgegebene Schulstoff. Wir freuen uns, auch 2014/2015 Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen – ganz unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund“, sagte der Vorsitzende des Kulturausschusses des Kulturfonds, Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Verdreifachung der Anträge spiegelt den Erfolg von „kunstvoll“ wider

Bis zum Ende der Antragsfrist am 30. Mai 2014 gingen von 28 verschiedenen Schulen und Kultureinrichtungen insgesamt 33 gemeinsame Anträge beim Kulturfonds ein, einige Partner präsentierten sich sogar mit mehreren Projekten. Im Vergleich zum Pilotjahr 2013/2014 entspricht dies einer Verdreifachung der Anträge. Der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller, zeigte sich nicht nur von der Anzahl begeistert: „Das große Interesse an ‚kunstvoll‘ bestätigt uns in unserer Arbeit und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um Kunst und Kultur noch mehr in die Schule und zu den Kindern und Jugendlichen zu bringen. Die Vielzahl der Anträge, vor allem aber ihre Inhalte zeugen von einer beeindruckenden Kreativität der Schulen und Kulturinstitutionen, die wir nur zu gerne unterstützen.“

Unter den Antragstellern waren nicht nur alle Schulformen, sondern auch alle Kunstsparten vertreten. So wurden Projektvorschläge rund um Theater, Musik, Design, Foto, Film und Bildende Kunst eingereicht. „Diese Vielfalt beweist, dass ‚kunstvoll‘ kein Elitenprojekt ist, sondern jeder teilnehmen kann, der sich mit Kunst auseinandersetzen möchte“, so Müller, der ergänzend hinzufügte: „Dass ‚kunstvoll‘ nicht nur allen Beteiligten Spaß und Freude bereitet, sondern Schüler, Lehrer und Kulturschaffende darin auch einen Mehrwert sehen, zeigt sich auch darin, dass einige Kulturpartner aus dem Pilotjahr auch dieses Jahr wieder mit dabei sein wollten. Vier dieser Kulturpartnerschaften unterstützen wir wieder mit ihren neuen Projekten.“

Expertenjury hatte „die Qual der Wahl“

„Die Jurymitglieder hatten im positiven Sinne die ‚Qual der Wahl‘, beschrieb Dr. Müller die Entscheidung darüber, welche Projekte vom Kulturfonds unterstützt werden sollen. „Es ist uns nicht leicht gefallen, aus der Vielzahl der allesamt qualitativ hochwertigen Anträge auszuwählen. Das große Engagement der Kulturpartnerschaften und deren künstlerisch und pädagogisch wertvollen Ideen haben erneut gezeigt, wie wichtig ‚kunstvoll‘ für die kulturelle Zusammenarbeit in der und für die Kulturregion Frankfurt RheinMain ist.“ Zu der aus Experten aus Kunst und Kultur zusammengesetzten Jury gehören Angela Federspiel (Hessisches Kultusministerium), Elena Tzavara (KunstSalon), Dr. Katharina Uhsadel (Stiftung Polytechnische Gesellschaft), und Albert Zetzsche (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst).

Die Auswahl

Nach ausführlicher Prüfung hat die Jury die nachfolgend genannten Projekte ausgewählt:
    • „Eine interkulturelle Reise durch die gebaute Umwelt“
      Georg-Büchner-Schule (Frankfurt) & Deutsches-Architektur-Museum (Frankfurt)
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
    • „Gestaltung in Anwendung – Angewandte Kunst in der Schule“
      Carl-von-Weinberg-Schule (Frankfurt) & MuseumAngewandteKunst (Frankfurt)
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (C) Kulturfonds/Kretzer
        (C) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
  • „Dresscode Museum“
    Louise-Schroeder-Schule (Wiesbaden) & Museum Wiesbaden
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
      • © Michael Kretzer
        © Michael Kretzer
    • „Gallus-Sterne“
      Paul-Hindemith-Schule (Frankfurt) & Verein ora da! e.V. (Frankfurt)
    • „Honey Honey“
      Friedrich Dessauer Gymnasium (Frankfurt) & Stiftung Deutsches Design Museum (Frankfurt)
    • „Junior-Expertenjury“
      IGS Herder (Frankfurt) & Deutsche Film- und Medienbewertung (Wiesbaden)
    • „Die Landschaft vor der Tür – die Landschaft in mir“
      Wolfram-Eschenbach Schule (Wiesbaden) & Verein hoch 9 e.V. (Frankfurt)
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
    • „Live-Hörspiel“
      Humboldtschule (Bad Homburg) & Junge Deutsche Philharmonie (Frankfurt)
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
      • ©  Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
        © Achim Reissner/Junge Deutsche Philharmonie
    • „FilMusik“
      St. Angela Schule (Königstein) & Freie Musikschule Bad Soden e.V.
      • KunstvollFilMusik_6
        KunstvollFilMusik_6
      • KunstvollFilMusik_9
        KunstvollFilMusik_9
      • KunstvollFilMusik_11
        KunstvollFilMusik_11
      • KunstvollFilMusik_14
        KunstvollFilMusik_14
      • KunstvollFilMusik_35
        KunstvollFilMusik_35
      • KunstvollFilMusik_36
        KunstvollFilMusik_36
      • KunstvollFilMusik_38
        KunstvollFilMusik_38
      • KunstvollFilMusik_41
        KunstvollFilMusik_41
      • KunstvollFilMusik_42
        KunstvollFilMusik_42
      • KunstvollFilMusik_61
        KunstvollFilMusik_61
      • KunstvollFilMusik_16
        KunstvollFilMusik_16
      • KunstvollFilMusik_44
        KunstvollFilMusik_44
      • KunstvollFilMusik_45
        KunstvollFilMusik_45
      • KunstvollFilMusik_52
        KunstvollFilMusik_52
      • KunstvollFilMusik_56
        KunstvollFilMusik_56
      • KunstvollFilMusik_43
        KunstvollFilMusik_43
      • KunstvollFilMusik_57
        KunstvollFilMusik_57
      • KunstvollFilMusik_58
        KunstvollFilMusik_58
      • KunstvollFilMusik_63
        KunstvollFilMusik_63
      • KunstvollFilMusik_64
        KunstvollFilMusik_64
    • „Alice in Wonderland“
      Maria Ward Schule (Bad Homburg) & English Theatre (Frankfurt)
    • „Die WERFT“
      Schule der JVA Wiesbaden & Förderverein JVA Holzstraße e.V.
    • „Die Liebe ist ein Wunderding“
      Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Wiesbaden) & Staatstheater Wiesbaden
    • „Fechenheim“
      Heinrich-Kraft-Schule (Frankfurt) & Freies Theaterhaus Frankfurt
    • „Die Archaier“
      Ketteler-La Roche-Schule (Oberursel) & Freies Theaterhaus Frankfurt
    • „Theater und Unterricht“
       Mornewegschule (Darmstadt) & Freie Szene/Theater Moller Haus (Darmstadt)
    • „Szenen eines Stadtteils“
      IGS Kastell (Wiesbaden) & Theater Willy Praml (Frankfurt)

    • „In der freien Wildbahn“
      Erich-Kästner-Gesamtschule (Darmstadt) & Staatstheater Darmstad
    • „Irgendwie anders“
      Eleonorenschule (Darmstadt) & Freue Szene/Theaterlabor (Darmstadt)
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
      • (c) Kulturfonds/Kretzer
        (c) Kulturfonds/Kretzer
  • "Beweg Dich"
    Gesamtschule am Gluckenstein (Bad Homburg) & KulturRegion FrankfurtRhein Main, Starke Stücke (Frankfurt)
    • kunstvoll - Beweg Dich! (2)
      kunstvoll - Beweg Dich! (2)
    • kunstvoll - Beweg Dich! (3)
      kunstvoll - Beweg Dich! (3)
    • kunstvoll - Beweg Dich! (4)
      kunstvoll - Beweg Dich! (4)
    • kunstvoll - Beweg Dich! (5)
      kunstvoll - Beweg Dich! (5)
    • kunstvoll - Beweg Dich!
      kunstvoll - Beweg Dich!

KUNSTVOLL zeigt alternative Wege der Kulturvermittlung in Schulen auf: Treffen der kunstvoll-Projektleiter am 22. April 2015 in Frankfurt

Seit dem Schuljahr 2013/2014 unterstützt der Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen von KUNSTVOLL spannende und vielversprechende Kulturpartnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet, und bringt so Kunst buchstäblich in die Schule: Durch die Förderung des Kulturfonds können Schüler gemeinsam mit Künstlern im Verlauf eines ganzen Schuljahres Theaterstücke, Ausstellungen oder musikalische Werke erarbeiten, die dann in einer abschließenden Präsentation vor den Sommerferien gezeigt werden.

Kinder und Jugendliche müssen, unabhängig von ihrem familiären und sozialen Hintergrund, einen breiten Zugang zu Kunst und Kultur erhalten

Bei einem aktuellen Arbeitstreffen des Kulturfonds Frankfurt RheinMain unter dem Motto „Mit KUNSTVOLL Kunst neu erleben“ herrschte bei den beteiligten Experten verschiedenster Profession Einigkeit: Dauerhafter Erfolg von Kulturvermittlung ist nur möglich, wenn alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrem familiären und sozialen Hintergrund, einen breiten Zugang zu Kunst und Kultur erhalten. Rund 50 Teilnehmer des Jugendprojekts KUNSTVOLL – darunter Pädagogen, Schulleiter, Künstler und Repräsentanten von privaten und öffentlichen Kulturinstitutionen – haben gemeinsam mit Vertretern der lokalen Schulämter sowie Mitarbeitern des Kulturfonds und der Fachjury von KUNSTVOLL im Frankfurter Kunstverein Wege aufgezeigt, wie Projekte zur kulturellen Bildung in den normalen Schul- und Lernalltag eingebaut und Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag abgeholt werden können. Das einstimmige Urteil am Ende der Veranstaltung lautete, dass über die Kombination aus fächerübergreifendem Arbeiten in teils ungewöhnlichen Kombinationen und die enge Zusammenarbeit mit Experten junge Menschen Kunst auf eine neue, lebendigere Weise erfahren und erleben.

„Eifer und Engagement aller Teilnehmer waren beeindruckend und haben die Veranstaltung zu einer großen Bereicherung und einem vollen Erfolg gemacht. In den Gesprächsrunden haben wir zahlreiche Anregungen gesammelt, die wir in unser Projekt KUNSTVOLL einfließen lassen werden. Vor allem wollen wir in Zukunft noch stärker fächerübergreifend arbeiten, also zum Beispiel Informatik und Theater, Geschichte und Film miteinander kombinieren“, resümierte der Geschäftsführer des Kulturfonds, Dr. Helmut Müller.

Mit fächerübergreifenden Kooperationen und flexiblen Lehrplänen alle Kinder und Jugendlichen erreichen

Den besonderen Stellenwert und die Chancen von fächerübergreifendem Unterricht für Kulturprojekte betonte der Musik- und Theaterpädagoge Frank Rhode in seinem Impulsvortrag. Der Leiter der Abteilung „Theater und Schule“ der Bühnen Köln zeigte anhand des Opernprojekts „Die Zauberflöte“, an dem etwa 40 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 sowie Mentoren aus der Oberstufe des Kölner Erich-Kästner-Gymnasiums teilnahmen, wie Oper und Informatik miteinander einhergehen können und so eine Vielzahl an jungen Menschen in ein Kulturvermittlungsprojekt eingebunden werden können. Während ein Teil der Kinder als Bühnenbildner, Darsteller und Musiker Einblicke in die Arbeit an der Oper gewannen, gestalteten die älteren Jugendlichen im Rahmen des Informatikunterrichts eine Homepage, in der die vielfältigen Erlebnisse aller Einzug fanden. „Jeder ist ein Teil der Produktion, theoretisch erarbeiteter Lehrstoff wird plötzlich greifbar und praxisnah sowie kreativ umgesetzt. Das macht den Erfolg aus“, fasste der Pädagoge den besonderen Wert des Projekts zusammen.

Im Anschluss nahmen die geladenen Experten der Schulen und Kulturinstitutionen die verschiedenen Einzelprojekte, die derzeit im Rahmen von KUNSTVOLL laufen, in den Arbeitsgruppen „Film/Foto/Musik“, „Kooperation mit Museen“ sowie „Theater“ gemeinsam unter die Lupe und diskutierten intensiv über ihre Erfahrungen und den laufenden Prozess. So konnten die Teilnehmer neue Ideen für die eigenen Projekte sammeln, vor allem aber auch sich darüber austauschen, worauf es bei der Kulturvermittlung ankommt. Dass es eben nicht nur den einen vorgezeichneten Weg gibt, sondern durchaus zahlreiche Ansätze denkbar sind, um Kinder und Jugendliche mit Kultur in Berührung zu bringen und dafür zu begeistern, spiegelte sich dabei schon in der Vielfalt der Einzelprojekte und Projektpartnerschaften wider. Einstimmigkeit herrschte aber darin, dass Projekte wie KUNSTVOLL nur erfolgreich umgesetzt werden können, wenn der Lehrplan flexibel gestaltbar ist. So setzen sich die Beteiligten dafür ein, dass zukünftig die zahlreichen Schulfächer, gleichgültig ob Regel- oder Wahlpflichtfach, miteinander leichter verbunden werden und so Schüler mit den unterschiedlichsten Interessen an Kulturprojekten Teil haben können.

Dr. Müller freute sich sehr über den regen Austausch: „Es ist schön, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind. Nur indem alle Beteiligten von ihren Erfahrungen berichten, reflektieren, was gut und was bisher vielleicht weniger gut gelaufen ist, können wir sicherstellen, dass die Einzelprojekte zu einem vollen Erfolg werden, aber auch KUNSTVOLL noch besser wird. Wir wollen den Austausch und die Vernetzung untereinander und in der Region fördern, so dass in Zukunft Kulturvermittlung nicht mehr nur Einzelne betrifft, sondern wirklich jeder erreicht werden kann.“

Die Teilnehmer fanden sich in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen aus:

A. Arbeitsgruppe kunstvoll-Projekte in Kooperation mit Museen 
Moderation: Alexandra Köppencastrop, Carl-von-Weinberg-Schule und Astrid Lembcke-Thiel, Museum Wiesbaden)

Die Leitfrage des Arbeitsgesprächs lautete: Wer lernt was bei Kulturellen Bildungskooperationen? Die Teilnehmer legten zunächst folgende grundsätzliche Lernerfahrungen für gelingende Projekte fest:

beide Seiten/Partner wollen das Projekt/die Kooperation
Projekt passt zum Schulcurriculum
Projekt passt zum/in den Schulalltag

 

Bei einem kunstvoll-Projekt lernen/erfahren die Schüler:

-         Partner des “authentischen“ Lebens kennen 
einen Ort, den sie möglicherweise nicht alleine aufgesucht hätten 
Zusammenarbeit mit Spezialisten, die von außen kommen und nicht pädagogisch didaktisch vorgehen 
Projekte und damit auch Schule können Spaß machen 


Bei einem kunstvoll-Projekt lernen/erfahren die Lehrer:

-         einen anderen Blick auf ihre Schülerinnen und Schüler 
Möglichkeit anders zu arbeiten 
Entlastung – „man schafft das alleine nicht!“ 
Bereicherung durch externe Partner

Bei einem kunstvoll-Projekt lernen/erfahren die Museen:

-         neuen, jungen Blick auf die Institution und die Sammlungen 
es braucht engagierte, qualifizierte Kunst/Kulturvermittler, um die Brücke zu den Partnern Schule/Schülerinnen und Schüler/Lehrer zu schlagen 
neue Zielgruppen (Eltern/Familien/Kollegen..) kommen durch und wegen des kulturelle Bildungsprojekts ins Haus 
B
ildungs- und Vermittlungsabteilung muss (noch immer) für museumsinterne Anerkennung kämpfen


B. Arbeitsgruppe kunstvoll-Projekte zum Thema Theater 
Moderation:
Matthias Heinrichs, Mornewegschule Darmstadt. Björn Lehn, Theater Moller Haus Darmstadt)

Mit dem Theater und der Schule treffen zwei grundverschiedene Systeme mit voneinander stark abweichenden Bedürfnissen und Gesetzmäßigkeiten aufeinander. Dieses Zusammentreffen führt zwangsläufig zu Irritationen. Aber genau dies ist intendiert. Die Irritation, die Reibung ist gewünscht. Da etwas neues entstehen soll, alte Denkmuster und Handlungsweisen erweitert werden sollen. Damit aber, um beim Bild der Reibung zu bleiben, Reibungsenergie entsteht, die nutzbar ist und nicht nur „Reibungs-verlust“, braucht es nach unserer Einschätzung für die erfolgreiche Vermittlung kultureller Bildung, vor allem drei Dinge: Augenhöhe, (Frei)Räume und Kontinuität.

Kulturelle Bildung, ihre Vermittlung und die Etablierung von Strukturen, brauchen einen langen Atem.

So können die Kooperationspartner von ihrer Unterschiedlichkeit profitieren und aneinander wachsen, als Personen ebenso wie (auf lange Sicht) als Institutionen.

 

  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds
  • (c) Kulturfonds
    (c) Kulturfonds